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🟠 2026: Das wird für dich (und dein Depot) wichtig
Max. Lesezeit: 6:00 min

Heute schreiben für euch:
Anna, Michael & Thomas
🧨 Guten Morgen Freunde,
2026 wird das Jahr, in dem Menschen in und mit Asien unglaublich viel Geld verdienen, andere sehr viel davon verlieren werden.
Wir hoffen und wünschen natürlich, dass die asiabits-Leser zu den Ersteren gehören und tun auch mit dieser Ausgabe unseren Teil dazu, dass das Realität wird.
Und nun: feiert schön! Wir lesen uns am Montag, den 05.01., in aller Frische wieder.
Asien-Indizes in 2025

🇨🇳 China dreht den Hebel um
Dividenden und Aktienrückkäufe steigen 2025 auf rund 3,6 Bio. RMB, Capex sinkt. Ziel ist kein Wachstum um jeden Preis mehr, sondern Rendite für Aktionäre.
Alles nur Tech? 2025 war kein reines Tech-Jahr. Rohstoffe stiegen über 100 %, Healthcare rund 50 %, Entertainment & Gaming über 40 %. Immobilien blieben zurück.
🇭🇰 Hongkong als Börsen-Schaufenster
Der Hang Seng legte über 30 % zu. Banken zielen auf 30.000 Punkte in 2026. Hongkong wird vor allem zum IPO-Fenster für Festland-Unternehmen und zieht wieder hohes Auslandskapital an.
🇯🇵 Japan auf neuem Level
Der Nikkei schloss am 28.10.2025 erstmals über 50.000. KI-Boom, Reformhoffnungen und Yen-Schwäche trugen die Rally. Gewinnmitnahmen zum Jahresende ändern nichts am strukturell starken Momentum Richtung 2026.
🇰🇷 Korea rennt vorneweg – mit Risiko
Der KOSPI stieg über 75 % und war der stärkste Markt weltweit. Treiber waren Chips, Auslandszuflüsse und Reformen. Risiken bleiben KI-Profitabilität und die Fed-Politik in der zweiten Hälfte 2026.
2026
Das Jahr der tektonischen Verschiebungen

Hardware
Roboter marschieren aus der Fabrik auf die Straße
Das Jahr 2026 markiert den Übergang von Industrierobotern zu humanoiden und serviceorientierten Systemen in Ostasien.
China führt das Rennen an. Unitree und Fourier Intelligence drängen mit aggressiver Preispolitik in den Markt.
Japans Kawasaki und Mitsubishi setzen auf Qualität und Pflegeanwendungen.
Südkorea spielt die Integrationskarte. Mit Samsung und Hyundai setzt das Land auf die Integration von Robotik in Smart Factories und Haushalte.
Gleichzeitig treibt Taiwan mit TSMC und Foxconn die Miniaturisierung von Edge-AI-Chips voran, die Roboter intelligenter und reaktionsfähiger machen.
Die entscheidende Entwicklung wird die Kostenreduktion sein: Humanoide Plattformen könnten 2026 erstmals in großer Breite unter die 30.000-Dollar-Marke rutschen und damit für KMUs erschwinglich werden.
👉🏻 Die Infrastruktur wächst explosiv. Shenzhen, Seoul und Tokio bauen vollautomatisierte Lagerhäuser und Lieferketten aus. Wer hier früh investiert, sichert sich Jahrzehnte Vorsprung.
Software
LLMs lernen Mandarin (und werden erwachsen)
2026 wird das Jahr der Konsolidierung im asiatischen KI-Software-Markt. Westliche Modelle dominierten lange Zeit den Markt, chinesische Player holen jedoch massiv auf.
Außerdem endet die Ära der Alleskönner: Spezialisierte Modelle für Medizin, Recht und industrielle Automation übernehmen. Japan fokussiert sich auf KI für alternde Gesellschaften, Südkoreas Naver und Kakao bauen lokalisierte Alternativen.
Der Durchbruch kommt bei On-Device-AI: Smartphones und Edge-Geräte führen komplexe KI-Operationen lokal, ohne Cloud-Abhängigkeit, aus. Das verändert alles von Datenschutz bis Geschäftsmodelle.
👉🏻 Regulierung wird zum Wettbewerbsfaktor. Chinas strenge Datenlokalisierungsgesetze schaffen geschlossene Ökosysteme, während Japans pragmatischer Ansatz internationale Kooperationen ermöglicht.
Rohstoffe
Gold, Glory und Seltene Erden
2026 verschärft sich die strategische Bedeutung kritischer Rohstoffe dramatisch. China kontrolliert weiterhin um die 80 % der globalen Verarbeitung Seltener Erden und nutzt dies als geopolitisches Druckmittel.
Japan intensiviert die Exploration von Tiefseevorkommen vor seinen Küsten und investiert in Recyclingtechnologien für Elektronikschrott.
Die Preise für Neodym, Dysprosium und Terbium bleiben volatil und werden 2026 wahrscheinlich weiter steigen – essentiell für Elektromotoren und Windturbinen.
Gold erlebt eine Renaissance als Absicherung: Zentralbanken in China und asiatischen Schwellenländern stocken Reserven auf, private Nachfrage explodiert durch geopolitische Unsicherheit.
Silber profitiert doppelt von seiner Rolle als Edelmetall und Industriemetall, insbesondere durch Nachfrage aus Solarindustrie und Elektronik.
Die strategische Reserve-Bildung beschleunigt sich: China bunkert systematisch kritische Mineralien, während Japan und Südkorea staatlich geförderte Lagerprogramme aufbauen. Der Wettlauf um Lithium-Alternativen intensiviert sich, mit Natrium-Ionen-Technologie aus China als möglichem Game-Changer.
👉🏻 2026 entscheidet, wer im Ressourcenpoker die besseren Karten hält – und wer vom Tisch gedrängt wird.
UNSER PARTNER
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Over the next year, Roku predicts that 100% of the streaming audience will see ads. For growth marketers in 2026, CTV will remain an important “safe space” as AI creates widespread disruption in the search and social channels. Plus, easier access to self-serve CTV ad buying tools and targeting options will lead to a surge in locally-targeted streaming campaigns.
Read our guide to find out why growth marketers should make sure CTV is part of their 2026 media mix.
MARKET BIT
🤝 Asiens M&A Rückblick 2025 und Ausblick auf 2026
Was ist passiert: Handelskrieg 2.0, Trump-Volatilität und schwankende Zinsen haben globale M&A-Flows verzerrt. Kapital wich aus den USA aus und fand in Asien Stabilität, Bewertungen und politische Planbarkeit.
Die Zahlen: APAC erreichte USD 1,3 Bio. Transaktionsvolumen (+21 % YoY), bei weniger Deals. Der Markt wurde konzentrierter und strategischer. Japan erreicht Rekordvolumen und auch China nimmt deutlich Fahrt auf.
Der Wandel: Staatliche Reformen in China, Governance-Druck in Japan und ein Comeback Hongkongs machten die Region zum globalen M&A-Magneten in unsicheren Zeiten.

🇨🇳 Greater China
China reloaded: Staatliche Leitplanken, SOE-getriebene Mega-Deals und günstige Bewertungen treiben Domestic-M&A – selektives Auslandskapital kehrt vorsichtig zurück.
Kapital im Wandel: Westliche Investoren treten zurück, Golf-Sovereigns und regionale Player füllen das Vakuum mit längerem Atem und geringerer geopolitischer Sensibilität.
Hongkong als Ventil: IPO-Boom, PE-Exits und Stock Connect machen HK wieder zum Drehkreuz für Dollar-Assets, während das Festland Kapital kontrolliert freigibt.
Die Details
Deal-Dynamik: Greater China kam auf USD 399 Mrd. Dealwert (+46 % YoY), getragen von USD 335 Mrd. Domestic-M&A. Weniger Deals, dafür größere, politisch gewollte Transaktionen.
Staat als Dirigent: „National Nine“ und „M&A Six“ lenken Kapital in Halbleiter, AI, EVs, Biotech. Ziel sind nationale Champions, weniger Spekulation, mehr industrielle Tiefe.
Wer verkauft: Multinationals restrukturieren nach dem Tarif-Schock 2025. Starbucks und Burger King geben Kontrolle ab, um Kapital, Lokalkompetenz und Wachstum zurückzugewinnen.
SOEs als Deal-Lokomotive: 20 von 29 Mega-Deals (>USD 1 Mrd.) wurden 2025 von Staatsunternehmen angeführt.
Outbound: selektiv & politisch: Europa bleibt Zielregion, aber sensibel (Remember: Nexperia-Fall). Wachstum läuft über ASEAN-JVs, Green-Energy-Projekte und Offshore-Holdings, nicht über klassische Übernahmen.

🇯🇵 Japan
Take-Private-Maschine: Schwacher Yen, Governance-Reformen und Aktivisten treiben Rekord-Take-Privates – Japan wird zum bevorzugten Jagdgebiet für strategische Käufer und PE.
Demografie zwingt Deals: Schrumpfende Bevölkerung, stagnierender Umsatz. Japans Unternehmen müssen kaufen, um zu wachsen.
Die Details
Rekordniveau: Das Dealvolumen lag 2025 bei USD 315 Mrd. und übertraf damit die Schätzungen von etwa USD 207,5 Mrd. deutlich. Der höchste Stand seit 25 Jahren, dank Inbound-Kapital und Konzernumbauten.
Governance wirkt: Früher hieß es oft: ‘No thanks’. Heute drängt TSE/METI Boards Übernahmeangebote transparent prüfen und Absagen klar zu begründen. Das macht Japan takeover-freundlicher und treibt Carve-outs.
Finanzierung 2.0: Private-Credit-Strukturen kombinieren Equity und Debt, senken Kapitalkosten und ermöglichen größere Deals, ohne Bilanzen zu überdehnen.

🇰🇷 Südkorea
Fokus statt Feuerwerk: Südkoreas M&A bleibt selektiv – Chaebols optimieren Portfolios, Chips, Batterien und Tech-Supply-Chains ordnen sich mit neuen Regierungsplänen neu. Dealvolumen 2025: rund 57 Mrd. USD.
Sponsor-Markt statt Strategen-Show: Private Equity und Buyouts gaben den Ton an. Kontrolle war das Ziel – Minderheitsbeteiligungen waren oft nur der Einstieg, bevor man wirklich am Steuer sitzen will.
Die Details
Marktgröße mit Richtung: In Q1 wurden rund 1.277 Transaktionen gezählt. Auch in Q2 gabs kein Boom, aber klarer Aufwind und deutlich mehr Bewegung als im Vorjahr.
Buyouts als Motor: Buyouts haben sich mehr als verdoppelt (ca. 15,6 Mrd. USD). Korea bleibt ein Markt, in dem „Control“ zählt: Wer investiert, will auch gestalten.
Exits kommen zurück: Exits legten deutlich zu (ca. 10,1 Mrd. USD). Noch kein IPO-Feuerwerk, aber genug Liquidität, damit Sponsoren Portfolios drehen, Gewinne sichern und neue Deals anschieben.

Ausblick 2026
Asien bleibt Pflicht: China, Japan und Hongkong bleiben zentrale Bausteine globaler Wachstumsstrategien, insbesondere inmitten geopolitischer Spannungen.
Neue Käuferlogik: Während US- und EU-Investoren zögern, sind Golfstaaten und ASEAN-Player besser positioniert, um Chancen in China und der Region zu nutzen.
Sektoren & Struktur: Biotech, Healthcare, TMT und AI treiben Deals, Convertible Bonds und Private Credit werden zur bevorzugten Brücke zwischen Equity und Debt.
Momentum: Der Dealflow in China zog im zweiten Halbjahr spürbar an – genau deshalb startet 2026 nicht mit Hoffnung, sondern mit Pipeline.
Deep Dives: Reuters, PwC, MergerMarket, BusinessTimes SG, A&O Shearman
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HIGHLIGHT
Zum Jahresfinale 2025 zündet der Deal-Markt in Asien noch ein besonderes Feuerwerk. Das Signal für 2026? Schneller, größer, KI.
🤖 Meta kauft chinesischen KI-Agenten: Milliarden-Manus-Deal
💰 Blitz-Exit nach 9 Monaten: Meta übernimmt den KI-Agenten-Spezialisten Manus nur neun Monate nach Produktlaunch. Medien berichten von >2 Mrd. USD Kaufpreis – einer der schnellsten KI-Exits überhaupt.
🌏 China → Singapur → Silicon Valley: Manus wurde in China gegründet, verlegte das HQ nach Singapur und entgeht so geopolitischen Reibungen. Die Technologie bleibt international skalierbar, die Wurzeln bleiben chinesisch.
⚙️ Agenten statt Chatbots: Manus entwickelt General-Purpose-KI-Agenten, die wie digitale Mitarbeiter arbeiten – Research, Coding, Automatisierung mit minimalem Prompting.
📊 Umsatz schon dreistellig: Acht Monate nach Launch meldet Manus >100 Mio. USD annualisierten Umsatz, >147 Billionen verarbeitete Tokens und >80 Mio. virtuelle Computer.
🧠 Meta kauft Tempo & Talent: Manus-Team wechselt zu Meta, Gründer Xiao Hong wird VP. Die Agenten sollen in Meta AI, Business-Tools und Consumer-Produkte integriert werden.
Ganze Story: SCMP, DealStreet Asia, CNBC
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Wir wünschen euch ein frohes neues Jahr voller großer Erfolge, kleiner Sorgen und genau der richtigen Portion Chaos, damit es spannend bleibt. 🍀
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