• asiabits DE
  • Posts
  • 🟠 Öl-Schock: Südkorea deckelt Benzinpreise

🟠 Öl-Schock: Südkorea deckelt Benzinpreise

+ Philippinen: 4-Tage-Woche

☕️ Guten Morgen Freunde,

viele in Europa träumen von der 4-Tage-Woche. Auf den Philippinen ist sie nun zwangsweise Realität. Es freuen sich aber nur wenige darüber… Mehr dazu im heutigen Top Bit.

Außerdem in der heutigen Ausgabe:

  • Südkorea: Spritpreise gedeckelt - zum ersten Mal seit 30 Jahren

  • CATL: $10,4 Mrd. Nettogewinn, +42% - Speichergeschäft als Treiber

  • Tata: E-Auto für $7.000 in Indien

P.S. Unser Team hat drei neue kostenlose Guides veröffentlicht.
China, Japan, Korea: Was ihr wissen müsst, bevor ihr dort Geschäfte macht. Jetzt lesen.

Asiens Märkte im freien Fall: Der Nikkei verlor 5,2%, KOSPI -6%. Der Circuit Breaker wurde erneut ausgelöst, Brent sprang intraday auf knapp 119 US$ pro Barrel, gab dann aber deutlich nach und schloss bei 93 US$.

Gegenbewegung aus China: Festland-Investoren kauften über Stock Connect Hongkong-Aktien für umgerechnet 4,8 Mrd. US$, ein neuer Rekord. Der Hang Seng begrenzte sein Minus auf -1,4%.

TOP BIT

Erstmals seit 30 Jahren: Südkorea deckelt Spritpreise

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat am Montag etwas angeordnet, das es seit den 1990er-Jahren nicht mehr gab: eine staatliche Preisobergrenze auf Benzin und Diesel.

Der Grund: Die Iran-Krise hat den Ölpreis auf über 118 Dollar pro Barrel getrieben, und Südkorea bezieht rund 70% seines Rohöls aus dem Nahen Osten.

Der Preisschock

Die Regierung wird ein System von Höchstpreisen für Erdölprodukte implementieren, um die heimische Wirtschaft vor dem Energie-Schock zu schützen.

"Die Krise ist eine erhebliche Belastung für unsere Wirtschaft, die stark von globalem Handel und Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängt."

Südkoreas Präsident Lee

Ganz Asien leidet

Land

Maßnahme

Strategischer Fokus

Südkorea

Kraftstoff-Preisdeckel

Dämpfung der Inflation & Marktstabilität.

Philippinen

4-Tage-Arbeitswoche

Senkung des Energieverbrauchs bei Beamten um 10–20 %.

Vietnam

Null-Zoll auf Importe

Wegfall aller Treibstoff-Zölle bis Ende April.

Japan

Reserve-Freigabe

Vorbereitung zur Nutzung der Reserven (254 Tage Verbrauch).

China als relativer Gewinner?

Während Südkorea und Japan extrem verwundbar sind, ist China (obwohl größter Importeur) besser gepuffert.

Peking hat im letzten Jahr massiv Rohöl gehortet und verfügt über größere Kapazitäten, Öl durch Kohle oder Erdgas zu substituieren. Die Krise könnte Peking somit paradoxerweise in der regionalen Machtbalance gegenüber seinen Rivalen stärken.

📊 Alle Details & Daten: CNBC, The Globe and Mail

UNSER PARTNER

Actionable “how-to’s” for bridging the tax tech gap

One of the biggest challenges facing tax leaders is the shrinking pool of qualified talent.

This guide explores how you can address the growing tax talent crisis through digital transformation, automation, and the integration of AI.

MARKET BIT

CATL knackt $10 Mrd. Gewinn: Batteriekönig zieht davon

Der weltgrößte EV-Batteriehersteller CATL hat 2025 einen Rekord-Umsatz von 423,7 Mrd. Yuan ($61 Mrd.) eingefahren, 17% mehr als im Vorjahr. 

Unterm Strich blieben 72,2 Mrd. Yuan ($10,4 Mrd.) Nettogewinn, ein Plus von 42,3% und das schnellste Gewinnwachstum seit drei Jahren.

Q4 allein: Gewinn +57,1% auf $3,35 Mrd. zu.

Die Details

Es ist das neunte Jahr in Folge an der Spitze für den Batterie-Riesen CATL.

  • Batterie-Absatz: 661 GWh (+39%). Davon 541 GWh EV-Batterien, +41,85%.

  • Weltmarktanteil EV-Batterien: 39,2%.

  • BYD liegt bei 16,4%, weniger als die Hälfte.

Der spannendere Teil liegt abseits des Kerngeschäfts: Im Bereich Energiespeicher liegt die Bruttomarge bei 26,7% und damit über den 23,8% im EV-Batteriegeschäft.

Der Grund: KI-Rechenzentren und Stromnetze treiben die Nachfrage, der Bereich macht inzwischen 14,7% des Gesamtumsatzes aus.

Trotz Trumps China-Kurs: Ford will CATLs lizenzierte Technologie nutzen, um die eigene Energiespeicher-Produktion auszubauen. JPMorgan sieht darin ein wachsendes Standbein auf dem US-Markt.

CATL vs. BYD:

  • BYD hat vergangene Woche die neue Blade Battery vorgestellt, die nach neun Minuten Laden 1.000 km Reichweite bieten soll.

  • CATLs Shenxing-Zelle schafft 520 km nach fünf Minuten. Parallel entwickelt CATL Batterien für Lkw, Schiffe und Flugzeuge.

Wohin das führt

Gründer Robin Zeng warnt selbst, dass Geopolitik, Branchenzyklen und technologische Umbrüche sich überlagern. Dass CATL inzwischen höhere Margen im Storage-Geschäft erzielt als im Kerngeschäft, zeigt die Richtung: weg von reiner Volumenjagd bei EV-Batterien, hin zu margenstarken Infrastruktur-Deals.

NUMBER OF THE WEEK

So lange ist es her, dass ein taiwanischer Premierminister öffentlich Japan besucht hat.

Baseball-Diplomatie: Premier Cho Jung-tai reiste am Samstag nach Tokio, um Taiwans Team bei der WBC anzufeuern. Die Reise zahlte er privat, betonte er: "Mein einziges Ziel war es, Team Taiwan anzufeuern."

Brisant: Seit 1972 haben Tokio und Taipeh keine diplomatischen Beziehungen mehr. Premierministerin Takaichi hatte im November erklärt, Japan könne bei einem militärischen Konflikt um Taiwan eingreifen. Peking reagierte mit Reisewarnungen und Exportkontrollen.

Ein Baseballspiel als geopolitisches Statement: leise genug, um es als Privatreise abzutun, laut genug, dass Peking es registriert.

HIGHLIGHTS 

🇮🇳 Tata greift mit $7.000-EV an: Der indische Autobauer hat den überarbeiteten Punch EV ab umgerechnet 7.000 USD auf den Markt gebracht, möglich durch ein Battery-as-a-Service-Modell, bei dem Kunden die Batterie separat zahlen. Indiens Schutzpolitik spielt Tata in die Karten: Hohe Importzölle und abgelehnte Investitionsanträge von BYD halten ausländische Konkurrenz auf Abstand. Tata hält aktuell rund 40% des indischen EV-Marktes.

🇨🇳 Xpeng will Level 3 einfach überspringen: Laut CEO He Xiaopeng liegt Xpeng beim autonomen Fahren fünfmal weiter vorn als die nächsten Wettbewerber. Nach der Vorstellung von Xpengs VLA-Modell der zweiten Generation skizzierte er eine aggressive Roadmap: Level 3 überspringen und direkt auf vollautonomes Fahren setzen. Xpeng definiert die Entwicklung nicht mehr als Software im Auto, sondern als "KI-Agenten in der physischen Welt".

🇨🇳 Xunce verdoppelt Umsatz dank KI-Datenboom: Xunce Technology aus Shenzhen, von Analysten als Chinas Palantir bezeichnet, hat seinen Jahresumsatz 2025 auf rund 1,28 Mrd. Yuan (179,6 Mio. USD) verdoppelt, ein Plus von 103%. Treiber ist die explodierende Nachfrage nach Dateninfrastruktur durch den LLM-Boom. Xunce positioniert sich als Rückgrat für Chinas KI-Rechenzentren.

🇯🇵 Ex-Google-Forscher baut Robotik-Startup in Tokio: Jad Tarifi, der 2013 Googles erstes generatives KI-Team aufbaute, will mit Integral AI Japans Industrieroboter-Lieferkette umkrempeln. Die 15-köpfige Firma arbeitet bereits mit Denso und führt Gespräche mit Toyota, Sony, Honda und Nissan. Japan stellt 29% der weltweiten Industrieroboter her, hinkt bei KI aber hinterher. Integral sucht jetzt 10 Mio. USD für eine neue Runde.

MEHR ASIABITS

DEIN FEEDBACK

Wie fandest du die heutige Ausgabe?

Login oder Abonnieren um an umfragen teilzunehmen.