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🟠 China zwingt Metas KI-Star zum Rückzug
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Manus kehrt heim: Wie Peking Metas 2-Milliarden-Deal rückabwickelt

© Asiabits Visuals
Im letzten Jahr machte ein KI-Startup aus Peking weltweit Schlagzeilen. Manus präsentierte den nach eigenen Angaben ersten allgemeinen KI-Agenten: eine Software, die Aufgaben selbstständig plant und ausführt, statt sich nur auf die Beantwortung von Fragen zu beschränken.
Um international unabhängiger zu agieren, verlegte Manus seinen Betrieb von China nach Singapur. Im Dezember griff Meta zu und zahlte 2 Milliarden Dollar für Manus. Das war Teil des großen Agentic-AI-Plans.
Pekings neuer Hebel
Im April schaltete sich Chinas Regulierungsbehörde ein. Der Grund: nationale Sicherheit. KI mit chinesischen Wurzeln solle nicht in ausländische Hand fallen.
Es ist das erste Mal, dass Peking seine Auslandsinvestitions-Sicherheitsprüfung öffentlich einsetzt, um einen grenzüberschreitenden KI-Kauf rückabzuwickeln. Der Deal war längst unterschrieben. Peking dreht ihn trotzdem zurück.
Meta zog die Konsequenz. Bis zum 11. Juni trennte der Konzern Manus ab, kappte die Datenleitungen und verbot den eigenen Mitarbeitern, die Manus-Tools zu nutzen.
Rückkauf zum Freundschaftspreis
Zurück holt Manus ein altbekanntes Trio: Tencent, ZhenFund und HSG, das frühere Sequoia Capital China. Dieselben Investoren, die die Firma schon vor Meta finanziert hatten.
Dabei ist Manus heute ein anderes Unternehmen. In den sechs Monaten unter Metas Dach kletterte der annualisierte Umsatz von rund 100 Millionen auf 400 bis 500 Millionen Dollar. Peking lässt die China-Investoren ein mehrfach gewachsenes Geschäft zum alten Preis zurückkaufen.
Tencent wird größter Anteilseigner, bleibt aber in der Minderheit. Manus selbst soll eigenständig bleiben.
Nicht nur China
Das ist keine rein chinesische Eigenart. Auch Washington zieht diese Grenze. Will ausländisches Geld an amerikanische Spitzen-Labore, prüft die US-Regierung mit, und um Beteiligungen an Häusern wie Anthropic wird regelmäßig gerungen.
Für Washington wie für Peking ist führende KI längst kritische Infrastruktur, auf einer Stufe mit Häfen, Stromnetzen, Chips. Und die bleibt im eigenen Land.
Für Meta bleibt am Ende: 2 Milliarden Dollar rein, 2 Milliarden Dollar raus, sechs Monate Aufbauarbeit verschenkt, und ein KI-Agent, der jetzt wieder China gehört.
IN EIGENER SACHE

© Asiabits Tours
Letzte Woche haben wir einen der größten deutschen KI-YouTube-Kanäle direkt zu humanoiden Robotern gebracht, die in Deutschland noch unter Science-Fiction laufen.
Darum geht es uns: Über diese Roboter liest man überall. Aber Zugang zu bekommen, ist fast unmöglich.
Genau das ist unser tägliches Brot. Wenn ihr verstehen wollt, wie ihr von dem Robotics-Boom profitieren könnt, dann schreibt uns gerne.
CHART OF THE WEEK

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Bei einem humanoiden Roboter steckt das meiste Geld in der Bewegung.
Auf die Aktuatoren, also die Motoren und Getriebe in den Gelenken, entfallen rund 40 Prozent der Hardware-Kosten, denn ein Roboter braucht 28 bis 40 davon. Der Preis richtet sich deshalb vor allem danach, welche teuren Komponenten verbaut sind.
Ein Unitree G1 kostet nur rund 16.000 Dollar, weil er auf aufwendige Hände und Sensorik verzichtet.
UNSER CONTENT PARTNER: LIMEN CHINA
Biomanufacturing: Biology becomes Manufacturing - Deep Dive Chinas Zukunftsindustrien #3

Der neue Leitartikel unseres Content-Partners Limen China | Modern China Business Intelligence wendet sich der dritten von sechs Zukunftsindustrien Chinas zu, dem Biomanufacturing.
Der Artikel klärt, was sich hinter der Branche verbirgt und warum die USA geradezu alarmistisch auf Chinas Initiativen in diesem Feld reagieren. Während China auf Arzneimittelentwicklung, Ernährungssicherheit und emmissionsfreie Produktion setzt, sehen die USA sich von China unmittelbar durch die Priorisierung dieser neuen Industrie bedroht.
Eine MERICS-Studie liefert ergänzende Daten zum Entwicklungsstand China.
Der Artikel hilft Entscheidern, Investitionen richtig zu platzieren und gibt Anregungen, wie Deutschland von Chinas Ambitionen profitieren kann.
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5 STORIES YOU MISSED LAST WEEK

Roboterhände im Unitree-Headquarter, Hangzhou
© Asiabits Tours
🇨🇳 Unitree bekommt grünes Licht für seinen Börsengang: Chinas bekanntester Roboterbauer aus Hangzhou hat vergangene Woche von der Wertpapieraufsicht die Freigabe für ein Listing an Shanghais STAR Market bekommen und will dabei rund 4,2 Mrd. Yuan (619 Mio. $) einsammeln, bei einer angepeilten Bewertung von bis zu 40 Mrd. Yuan (5,9 Mrd. $). 2025 setzte Unitree 1,69 Mrd. Yuan um, und der Anteil der Humanoiden daran ist in den ersten neun Monaten auf 51,5% gesprungen, nach 27,6% im ganzen Vorjahr. Allein 2025 lieferte die Firma über 5.500 Humanoide aus. Das Verfahren war in 104 Tagen durch, der schnellste Prüflauf in der Geschichte des STAR Market. Das Geld fliesst in KI-Modelle, neue Roboter-Baureihen und eine eigene Smart Factory. Wenn ein Hersteller von Roboterhunden so zügig durch die Prüfung kommt, zeigt das auch, wie entschlossen Peking diesen Sektor gerade an die Börse bringt.
🇯🇵 Japan stellt 6,2 Mrd. $ für ein nationales Physical-AI-Modell bereit: Das Industrieministerium METI sagt dem Konsortium Noetra über fünf Jahre bis zu 1 Bio. Yen (6,2 Mrd. $) zu, getragen von SoftBank, Sony, NEC und Honda, mit rund 44 beteiligten Firmen. Eine erste Tranche von 387,3 Mrd. Yen fliesst noch dieses Fiskaljahr, der Rest ist an jährliche Zielmarken gekoppelt. Anders als bei einem Chatbot geht es um KI, die auf den Daten japanischer Industriefirmen trainiert wird, für Fabrik, Roboter und Fahrzeug. Bis 2040 will Tokio 10 Mio. KI-Roboter in 18 Branchen bringen, darunter Gastronomie und Medizin. Der Schritt zeigt Japans Kalkül: Beim Sprachmodell hängt das Land hinterher, also setzt es auf Physical AI für Fabrik und Fertigung, wo seine Industrie noch stark ist.
🇨🇳 China rechnet 2026 mit über 100.000 Humanoiden aus eigener Fertigung: Auf der Auftakt-Pressekonferenz zur Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz (WAIC) in Shanghai sagte Gan Xiaobin, Vize-Abteilungsleiter im Industrieministerium MIIT, Chinas Produktion an Humanoiden werde dieses Jahr die Marke von 100.000 Einheiten überschreiten. Er führte das auf Chinas schnell reifende Sprachmodelle und KI-Agenten zurück, die den Robotersektor antreiben. Zur Einordnung: Erst vergangene Woche hob Morgan Stanley seine Prognose für Chinas Humanoiden-Auslieferungen 2026 auf 50.000 Stück an, also gerade mal die Hälfte dessen, was jetzt an Produktion in Aussicht steht. Genau da liegt der Knackpunkt der Branche, gebaut wird längst schneller, als die Roboter echte Jobs finden.
🇨🇳 Ant Group führt eine 74-Mio.-$-Runde beim Haushaltsroboter-Startup Zeroth an: Die chinesische Firma für Embodied AI im Haushalt hat 74 Mio. $ in einer Pre-Series-A eingesammelt, angeführt von Ant Group, mit Geely Capital, 37 Interactive Entertainment und Hua Capital an Bord. Damit steht die Gesamtfinanzierung bei rund 147 Mio. $. Zeroth meldet mehr als 30.000 Bestellungen und im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 600% gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fliesst in sechs Technologiefelder, von Aktuator-Modulen bis zu eigenen Roboterarmen, dazu in Talent und die Expansion ins Ausland. Auffällig ist, wer da investiert: Mit Ant und Geely steigen ein Fintech-Riese und ein Autokonzern in Haushaltsroboter ein, die Wetten kommen längst nicht mehr nur aus dem Robotik-Lager.
🇰🇷 Südkorea baut ein Cluster für die Massenfertigung von Humanoiden: Die Regierung steckt 5,8 Mrd. $ in einen Roboter-Fertigungspark in Saemangeum im Südwesten des Landes, samt eigener Foundry und Zulieferer-Cluster für Startups, denen die Produktionskapazität fehlt. Anker ist Hyundai: Der Konzern nutzt seine Tochter Boston Dynamics und die koreanische Lieferkette, um bis 2028 jährlich 30.000 Atlas-Humanoide zu bauen. Bis dahin will Korea Humanoide in zehn Branchen in den Regelbetrieb bringen und 10.000 Leute zu KI-Robotik-Fachkräften ausbilden. Das Ziel spricht die Regierung offen aus, unter die globalen Top drei bei KI-Robotern. Korea lehnt sich dabei an seine eigene Stärke an, die Auto- und Zulieferindustrie, die den Robotikbau mit Teilen und Fertigungswissen versorgt.
EBENFALLS LETZTE WOCHE
🇨🇳 Chinas KI-Chip-Industrie hängt an einer einzigen Fabrik, und die ist völlig überlastet. Die schnellen Chips, die Künstliche Intelligenz antreiben, kann in China nur der Staatskonzern SMIC herstellen, keine andere heimische Fabrik ist technisch so weit. Gerade drängen sich 15 Chipfirmen um diesen knappen Platz. Und selbst dann ist von den schwierigsten Chips nur etwa jeder fünfte brauchbar, der Rest ist Ausschuss. Solange sich daran nichts ändert, kann China Nvidia nicht ersetzen.
🇨🇳 Kaffeeroboter-Bauer Yingzhi XBOT sammelt rund 400 Mio. Yuan (56 Mio. $) in einer Series B ein. Seine Maschinen kochen selbstständig Kaffee, über 1.000 davon stehen schon in mehr als 100 Städten und haben zusammen über 4 Mio. Tassen ausgeschenkt. In China ziehen Roboter gerade von der Fabrikhalle an die Ladentheke.
🇮🇳 Indien nimmt seine dritte Chip-Fabrik in Betrieb, Premier Modi eröffnete das Werk in Gujarat. Die Anlage von CG Semi, gebaut mit dem japanischen Chiphersteller Renesas für rund 900 Mio. $, montiert und testet fertige Chips und schafft zur Vollauslastung 300 Millionen Stück im Jahr. Indien holt damit Schritt für Schritt einen Teil der Chip-Fertigung ins eigene Land, die bisher fast nur in Ostasien lief.
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