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🟠 Chinas Kaffeekönig greift Starbucks an

+ Playboy verkauft China-Geschäft für 122 Mio. USD,

☕️ Guten Morgen Freunde,

Luckin oder Starbucks - wer am Ende gewinnt, ist uns egal - das Asiabits-Team liebt den Kaffee von den kleinen inhabergeführten Cafés bei uns um die Ecke.

Trotzdem ist es extrem spannend, den Kampf der Kaffeetitanen von der Seite zu beobachten…

Außerdem in dieser Ausgabe:

  • Playboy verkauft China-Geschäft: 50% für 122 Mio. USD, Aktie +30%

  • Kim Jong-uns Tochter: Ju-ae (11) wird offiziell als Nachfolgerin aufgebaut

  • Singapur pusht KI: „Champions of AI" bringt Firmen von Tests zur Einführung

📰 Viel Spaß beim Lesen!

P.S. Wieder wurde ein deutscher Weltmarktführer nach China verkauft. Michael analysiert hier die Gründe.
Was meint ihr dazu? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Zhipu AI explodiert um 30 Prozent: Chinesische KI-Aktien steigen nach Modell-Updates mehrerer Firmen. Zhipu stieg auf 402 HK-Dollar nach Launch des GLM-5 Modells mit verbesserter Programmier-Leistung. MiniMax sprang 11 Prozent, UCloud Tech 20 Prozent. Auch DeepSeek und Ant Group stellten neue Modelle vor.

TOP BIT

30.000 Mal Luckin: Chinas Kaffeekönig greift Starbucks-Premium an

Kaffee für 1 USD im Premium-Ambiente

Vom Bilanzskandal zum globalen Endgegner: Diese Woche eröffnete Luckin Coffee seine 30.000ste Filiale – ein Premium-Flagship in Shenzhen, das direkt auf Starbucks' hochpreisige Reserve-Konzepte zielt.

Der Strategiewechsel

Bislang setzte Luckin auf Budget-Kaffee: Americano oder Latte für umgerechnet 1–2 USD, bestellt per App, abgeholt am Kiosk.

Das neue Flagship bricht mit diesem Modell:

  • Pour-Over und Cold Brew zu höheren Preisen

  • Bohnen aus Brasilien, Äthiopien und Chinas Yunnan-Provinz

  • Specialty-Drinks wie "Tiramisu Latte" mit Gebäck obendrauf

  • Wartezeiten von 1–3 Stunden seit dem Soft Launch am 20. Januar

Good to know: Luckins Comeback-Story

2020 musste Luckin nach einem Bilanzskandal von der Nasdaq delisten – ein Großteil der 2019er-Umsätze war gefälscht. Das Unternehmen behielt Namen und Logo, operierte weiter und baute sein Geschäft neu auf.

Die Aktie wechselte in den Freiverkehr (OTC) und legte eine Kursrallye von über 430% hin.

Der Erfolg basiert auf drei Säulen:

  1. App-first: Kunden bestellen und bezahlen ausschließlich über die App – das schafft einen loyalen Nutzer-Pool

  2. Kollaborationen: Von Premium-Spirituose Moutai über Minions bis zum Gaming-Hit "Black Myth: Wukong"

  3. Aggressive Expansion: 10 Stores in New York seit letztem Sommer, 68 in Singapur, 45 in Malaysia

CEO Guo Jinyi hat ein US-Relisting angedeutet – ohne konkretes Datum.

📊 Alle Details & Daten: CNBC, Forbes, Nikkei Asia

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MARKET BIT

Playboy verkauft halbes China-Geschäft für 122 Mio. USD

Playboy verkauft 50% seines China-Geschäfts an UTG Brands Management Group in Shanghai für insgesamt 122 Mio. USD und übergibt die operative Kontrolle in Mainland China, Hongkong und Macau.

UTG saniert das Lifestyle-Imperium: Mindestens 50 Mio. USD fließen direkt in den Schuldenabbau. Die Aktie quittierte die Nachricht mit einem Kurssprung von ~30 %.

Der Befreiungsschlag

  • Deal Struktur: 45 Mio. USD Cash, 67 Mio. USD garantierte Mindestausschüttungen über acht Jahre und 10 Mio. USD für Marken-Support über drei Jahre.

  • Ziel: Playboy wandelt sich vom Verwalter eines komplizierten Lizenz-Netzwerks zum reinen Markeninhaber mit hoher Marge.

Warum UTG der ideale Partner ist

Playboy war seit den 90ern in China primär als Lizenzmarke aktiv, vor allem in Apparel und Accessories. Zu viele Agenten, zu viele Sub-Lizenzen und ein massives Fälschungsproblem haben die Marke verwässert.

UTG managt Marken wie Jeep und Pierre Cardin und macht über 1,5 Mrd. USD Umsatz.

  • Die Allianz soll das „Hasen-Logo“ in China wieder als Premium-Lifestyle-Marke positionieren und den Wildwuchs an Unterlizenzen beenden.

Strategischer Rückzug oder Kapitulation?

Die Verlagerung der operativen Kontrolle auf lokale Partner wie UTG, Boyu oder TFI ist eine Reaktion auf ein Marktumfeld, in dem lokale Geschwindigkeit, regulatorisches Feingefühl und Distributionsmacht wichtiger sind als globale Markenhoheit. 

McDonald's, Burger King und Starbucks gingen einen ähnlichen Weg, als sie die Kontrolle über das China-Geschäft abgaben:

Die Logik ist überall dieselbe: Lokale Investoren bringen Geschwindigkeit, Marktverständnis und politische Netzwerke, die globalen Konzernen oft fehlen.

Bei Playboy geht es vor allem um Kontrollverlust durch Fragmentierung, Markenverwässerung und Bilanzdruck. Das Unternehmen erhofft sich nun strukturelle Sanierung durch den chinesischen Partner.

HIGHLIGHTS 

🇰🇵 Kim Jong-uns Tochter wird zur Nachfolgerin: Nordkoreas Geheimdienst stuft die 11-jährige Ju-ae erstmals als mögliche, offiziell aufgebaute Nachfolgerin ein. Sie taucht häufiger bei Staatsauftritten auf und wird zunehmend „politisch“ inszeniert. Wenn sie Ende Februar beim Parteikongress prominent auftritt, dürften die Nachfolge-Gerüchte richtig Fahrt aufnehmen.

🇨🇳 China senkt EU-Milchzölle nach 18-monatiger Prüfung: Nach 18 Monaten Prüfung senkt Peking die Zusatz-Zölle auf europäische Milchprodukte deutlich, von teils 42,7% auf bis zu 11,7% für fünf Jahre. Betroffen sind EU-Importe von über 500 Mio. USD. Das ist Teil des Zoll-Streits rund um EU-Maßnahmen gegen chinesische E-Autos. China nimmt schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit etwas Druck raus.

🇯🇵 Japanische Firmen bleiben China treu: 59% der japanischen Unternehmen in China wollen 2025 ihre Investitionen erhöhen oder zumindest stabil halten (vs. 56% im Vorjahr). Der Handel zwischen beiden Ländern stieg um 4,5% auf 322,2 Mrd. USD. Trotz strengerer Tech-Exportregeln berichten 35% der Firmen von steigenden Umsätzen und Gewinnen in der zweiten Hälfte 2024.

🇸🇬 Singapur startet KI-Offensive für Unternehmen: Premierminister Wong startet das Programm „Champions of AI“, damit Unternehmen KI nicht nur testen, sondern wirklich einführen. Steuerlich wird es attraktiver: Für KI-Ausgaben soll es 2027 und 2028 bis zu 400% Steuerabzug geben, gedeckelt auf 50.000 SGD pro Jahr. Außerdem wird der Productivity Solutions Grant auf mehr KI-Lösungen ausgeweitet, damit vor allem kleinere Firmen leichter starten können.

BEHIND THE BITS

Wir arbeiten gerade am umfangreichsten Report zu Humanoid Robotics-Unternehmen, den die Welt bisher gesehen hat. 

👉🏻 Veröffentlichung: In ein bis zwei Wochen.

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