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🟠 Khamenei tot: Asien in Alarmbereitschaft

China verurteilt Iran-Angriffe

☕️ Guten Morgen Freunde,

wir sind zurück in Shanghai und Kanzler Merz zurück in Deutschland. Sein Besuch bei Unitree ist überall auf der Welt viral gegangen.

Wir freuen uns, dass das Thema Robotics die ihm gebührende Aufmerksamkeit bekommt.

In der heutigen Ausgabe:

  • Iran: China verurteilt "inakzeptable" Angriffe

  • Luckin Coffee: 31.048 Filialen, $7,1 Mrd. Umsatz – aber Delivery frisst den Gewinn

  • Vietnams KI-Gesetz: Erstes Südostasiens – Deepfakes müssen ab März gekennzeichnet werden

  • Korea reicht die Hand: Lee nutzte den Unabhängigkeitstag für eine versöhnliche Rede an Japan

P.S. Für unsere Robotics Expedition im Mai sind nur noch 2 Plätze frei. Friedrich Merz war auf jeden Fall begeistert. Mehr Details hier.

Asiatische Kapitalflucht trifft auf Öl-Krise: Asiens Investoren bringen ihr Geld nach Hause. Bloomberg warnt vor Destabilisierung: Immer mehr asiatisches Kapital fließt aus US- und Europa-Assets zurück in die Heimatmärkte.

Gleichzeitig bereiten sich Asiens größte Öl-Importeure auf das Worst-Case-Szenario vor. China, Japan, Südkorea und Indien prüfen ihre strategischen Reserven und suchen nach Alternativen zum Nahen Osten. Crude steht vor $70+ bei Handelsstart am Montag.

TOP BIT

China verurteilt "inakzeptable" Angriffe – Asien in Alarmbereitschaft

Der getötete “Oberste Führer” Irans, Ali Chamenei
(Illustration: Asiabits Visuals)

Der Tod der iranischen Führung durch US-israelische Luftschläge versetzt Asien in Schockstarre.

Peking verurteilt die Angriffe als völkerrechtswidrig und in den Wirtschaftsmetropolen von Tokio bis Seoul wächst die Angst vor einem totalen Versorgungsstopp.

Diplomatischer Grabenbruch 

Peking und Moskau kritisieren die militärische Eskalation und den Versuch eines „Regime-Change“ scharf. In Südostasien ist die Besorgnis ebenso groß:

  • China: Bezeichnet die gezielten Schläge als inakzeptabel und fordert einen sofortigen Waffenstillstand, um einen Flächenbrand im Persischen Golf zu verhindern.

  • Südostasien: Malaysia und Indonesien warnen vor einer globalen Katastrophe und sehen die Stabilität des gesamten „Globalen Südens“ gefährdet.

  • Japan: Steckt im Dilemma zwischen der Treue zum Alliierten USA und der massiven Abhängigkeit von iranischen Energiequellen.

Ökonomische Folgen

Brent-Rohöl könnte von $73 auf $100 steigen, wenn Iran die Straße von Hormus dauerhaft blockiert. Das würde globale Inflation um 0,6-0,7 Prozentpunkte erhöhen.

  • Japan besonders betroffen: 90% der Rohölimporte kommen aus dem Nahen Osten. Nomura Research schätzt einen BIP-Einbruch um 0,65 Prozentpunkte bei einem Ölpreis-Sprung auf $140.

Gipfeltreffen in Peking

Das geplante Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping Ende März gewinnt massiv an Bedeutung. China wird die Krise vermutlich als Hebel nutzen, um Zugeständnisse bei Handelszöllen zu erzwingen.

📊 Alle Details & Daten: CNA, Politico, Japan Times

UNSER PARTNER

Wir haben unsere HK-Firma selbst gegründet. Das bereuen wir jetzt.

Wochenlang Papierkram, ständig Rückfragen, nichts passierte.

Mit Athenasia wäre das in 3–4 Tagen erledigt gewesen – remote, ohne nach Hongkong zu fliegen.

Und: Auf Auslandsgewinne zahlt man in HK null Prozent Steuern.

Spart euch den Umweg und arbeitet direkt mit Leuten, die das jeden Tag machen.

MARKET BIT

Luckin Coffee: 31.000 Filialen, aber Preiskampf frisst Gewinn

Illustration: Asiabits Visuals

$7 Milliarden Umsatz, 31.000 Filialen, aber die Delivery-Rechnung kommt

Die Zahlen, die Luckin Coffee letzte Woche vorgelegt hat, erzählen zwei Geschichten gleichzeitig. Die eine klingt nach dem größten Erfolg der chinesischen Kaffee-Geschichte. Die andere nach einem teuren Problem.

Die Erfolgsstory

Luckin hat 2025 einen Jahresumsatz von 49,2 Mrd. Yuan ($7,1 Mrd.) erzielt, ein Plus von 43% gegenüber dem Vorjahr.

  • Der Nettogewinn stieg um 22% auf 3,6 Mrd. Yuan ($525 Mio.).

  • 8.708 neue Filialen eröffnet, Gesamtzahl jetzt bei 31.048.

  • 160 internationale Filialen: 81 in Singapur, 70 in Malaysia, 9 in den USA.

Von den 31.048 Standorten betreibt Luckin 20.234 selbst, der Rest läuft über Franchise-Partner. Damit betreibt Luckin mehr Standorte als Starbucks weltweit.

Zur Einordnung: 4,1 Milliarden frisch zubereitete Drinks in einem Jahr. Ab Juni lag die Zahl der monatlich aktiven Kunden fünf Monate in Folge über 100 Millionen. Die Same-Store-Sales drehten von minus 17% ins Plus: +7,5% im Jahresschnitt.

Das Problem: Delivery frisst den Profit

Q4 2025 erzählt eine andere Geschichte. Der Quartalsumsatz stieg zwar um 33% auf 12,8 Mrd. Yuan, aber der Gewinn brach um 39% ein.

Der Grund: Ein Subventionskrieg zwischen Chinas Lieferplattformen Meituan und Ele.me ab Q2 trieb das Delivery-Volumen in China massiv nach oben. Mehr Kunden bestellten per App statt im Laden zu kaufen.

  • Die Lieferkosten explodierten auf 1,6 Mrd. Yuan, ein Anstieg von 94,5% gegenüber dem Vorjahr. Same-Store-Growth fiel im Q4 auf magere 1,2%, nach 14,4% im Q3.

Warum das wichtig ist

Luckin ist der lebende Beweis, dass China eigene Consumer-Brands im Weltmaßstab bauen kann.

Aber die Q4-Zahlen zeigen das Dilemma: Wachstum in Chinas hypercompetitivem Delivery-Markt gibt es nicht umsonst. 2026 wird das Jahr, in dem Luckin beweisen muss, ob die Internationalisierung schnell genug skaliert, um die Margen-Erosion im Heimatmarkt aufzufangen.

FOUNDERS INSIGHTS

„200 Leute haben mein erstes Produkt bekommen. Nach 30 Tagen hat genau einer es noch benutzt."

Irving (25), Gründer von Takway AI

In dem Moment hätte Irving (25) fast aufgegeben. Stattdessen hat er einen Kredit über 2 Millionen CNY (291.000 USD) aufgenommen und von vorne angefangen.

Vor der Gründung von Takway AI hat er bei Unitree Robotics Blindenhunde gebaut, danach bei SenseTime und dem Shanghai AI Lab gearbeitet. Seinen garantierten PhD an der USTC hat er abgebrochen, um alles auf Emotional AI zu setzen.

Nach seinem ersten Flop hat er Sweekar entwickelt, ein physisches AI-Haustier, das aus einem Ei schlüpft, durch Stufen wächst und eine eigene MBTI-Persönlichkeit entwickelt, je nachdem wie man es behandelt.

Auf der CES 2026 waren Investoren und Medienvertreter jedenfalls begeistert von dem neuen Tamagotchi aus Shenzhen.

Hier geht's zur ganzen Folge:
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HIGHLIGHTS 

🇻🇳 Vietnam setzt erstes KI-Gesetz Südostasiens in Kraft: Seit dem 1. März müssen KI-generierte Inhalte wie Deepfakes gekennzeichnet und Kunden informiert werden, wenn sie mit KI statt Menschen interagieren. Die Regierung plant ein nationales KI-Rechenzentrum und eigene Sprachmodelle auf Vietnamesisch. Südkorea hatte im Januar als erstes Land weltweit ein KI-Gesetz aktiviert, die EU folgt schrittweise bis 2027.

🇨🇳 Chinas grüner Sektor so groß wie Brasiliens Wirtschaft: Der Clean-Energy-Sektor generierte 15,4 Billionen Yuan ($2,1 Bio.) an Wirtschaftsleistung, das sind 11,4% des BIP. Chinesische Firmen dominieren die globale Lieferkette: über 80% der Solarproduktion, 70%+ der EV-Fertigung. Analysten sehen enormes Exportpotenzial, da die Welt bis 2040 geschätzte $94 Billionen in grüne Infrastruktur investieren muss.

🇰🇷 Korea reicht Japan die Hand am Unabhängigkeitstag: Präsident Lee Jae Myung nutzte den Gedenktag an den Unabhängigkeitskampf gegen Japan für eine überraschend versöhnliche Rede. Statt der üblichen Kolonialzeit-Kritik sprach er von einer "freundlichen neuen Welt" und gegenseitigen Staatsbesuchen. Seit seinen China- und Japan-Reisen Anfang 2026 setzt Lee auf pragmatische Diplomatie.

📱 Honors Roboter-Kamera stiehlt dem MWC die Show: Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigte Honor ein Smartphone mit ausfahrbarem Kameraarm auf Drei-Achsen-Gimbal. Die Kamera trackt Bewegungen, folgt Objekten und kann per KI-Sprachbefehl "nicken". Das Gerät soll in der zweiten Jahreshälfte in China erscheinen. Nebenbei stellte Honor auch einen humanoiden Roboter als Shopping-Assistenten vor.

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