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🟠 Midea: US$8,7 Milliarden für Roboter
+ Nio macht erstmals Gewinn

☕️ Guten Morgen Freunde,
wir selber waren schon in der Midea-Robots-Factory und staunen immer noch über die Entwicklungen in China: Handyhersteller bauen Autos, Wasserkocher-Hersteller Roboter. Verrückte Welt!
Auch in der heutigen Ausgabe:
Südkorea fährt Atomkraftwerke hoch
Deutsche Bank setzt auf Hongkong
Vietnams Dat Bike holt $4M für elektrische Motorräder
P.S. Ja, wir sind Menschen und haben gestern an dieser Stelle einen 404-Link eingebaut.
Hier geht's jetzt zu allen unseren Reports, inklusive dem DJI-Ökosystem-Report.

Chinas Yuan als Ruhepol: Won, Yen und Baht rutschen unter dem Iran-Krieg ab, doch der Renminbi hält bei 6,89 pro Dollar, dem stärksten Fixing seit 2023. Die PBOC steuert dabei sogar weniger gegen als sonst und lässt den Kurs sich natürlicher bewegen.
Der Yuan bleibt trotzdem stabil (nur -0,1% im März). Das heißt: Die Nachfrage nach Yuan ist von alleine stark genug, u.a. weil Chinas Exporte boomen und Festland-Investoren Hongkong-Aktien über Stock connect auf Rekordniveau zukaufen.
TOP BIT
Midea: $8,7 Milliarden für den Sprung vom Reiskocher zum Roboter

Chinas größter Haushaltsgeräte-Hersteller Midea investiert in den nächsten drei Jahren 60 Milliarden Yuan ($8,7 Mrd.) in KI und Robotik.
Die Summe entspricht den gesamten F&E-Ausgaben der letzten fünf Jahre. Auf einen Schlag verdoppelt Midea also sein Forschungstempo.
Der Kuka-Faktor
Das Unternehmen ist nicht neu im Robotik-Geschäft. 2017 kaufte Midea den deutschen Robotik-Riesen KUKA für 29,2 Milliarden CNY (rund 4 Mrd. €) und baute damit die größte Industrie-Roboter-Produktionsbasis Chinas in Foshan, Guangdong.
Alle 30 Minuten rollt dort ein neuer Roboter vom Band, über 80.000 Stück bisher.
Im Dezember kam der nächste Schritt: Miro U, ein sechsarmiger Humanoider auf Rädern. In einer Waschmaschinen-Fabrik in Wuxi steigerte er die Effizienz bei Linienumrüstungen um 30%.
Ganze Branche zieht mit
Midea ist nicht allein. Chinas Hausgeräte-Hersteller mutieren zu Robotik-Companies:
Gree Electric: 2.000 selbstentwickelte Industrie-Roboter in Zhuhai-Fabrik
TCL: AI-gesteuerte Mensch-Maschine-Kollaboration, ein Operator steuert 384 Öfen
Skyworth: AI-Ausstattung für alle Produkte ab Januar 2026
Timing ist kein Zufall
Nächste Woche startet die Nvidia GTC 2026, auf der neue physische KI-Modelle erwartet werden.
Gleichzeitig bereitet Tesla den Launch von Optimus Gen 3 für das zweite Quartal vor.
China will hier nicht nur mithalten, sondern den Markt dominieren: Der heimische Humanoiden-Markt soll bis 2035 auf 300 Milliarden CNY (43,8 Mrd. USD) anwachsen.
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MARKET BIT
Nio: Von $1 Mrd. Verlust zu $40 Mio. Gewinn in einem Jahr

Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio hat im vierten Quartal 2025 zum ersten Mal seit seiner Gründung einen Gewinn erzielt. Nach zehn Jahren roter Zahlen und Milliarden an verbranntem Kapital ist das ein Wendepunkt.
Nettogewinn Q4: 282,7 Mio. Yuan ($40,4 Mio.) vs. Nettoverlust von 7,1 Mrd. Yuan im Vorjahr.
Die Details
Der Umsatz stieg um 76% auf 34,7 Mrd. Yuan ($5 Mrd.), der Fahrzeugabsatz sogar um 81%. Im vierten Quartal hat Nio 124.807 Autos ausgeliefert, ein Plus von 72% gegenüber dem Vorjahr.
Entscheidend war der ES8, Nios Premium-SUV mit Startpreis über 400.000 Yuan (~$56.000) und einer Bruttomarge von rund 20%. Das Modell allein machte im Dezember 46% aller Auslieferungen aus.
Gleichzeitig hat Nio massiv Kosten gesenkt:
F&E-Ausgaben: -44% auf 2 Mrd. Yuan ($286 Mio.)
Vertrieb & Verwaltung: -28% auf 3,5 Mrd. Yuan ($500 Mio.)
Gesamtmarge: von 11,7% auf 17,5%
Für 2026 peilt Nio über 450.000 Auslieferungen an, nach 326.000 im Gesamtjahr 2025. Im ersten Quartal erwartet das Unternehmen 80.000 bis 83.000 Fahrzeuge, ein Plus von rund 90% zum Vorjahr, aber ein spürbarer Rückgang gegenüber Q4.
Die Aktie reagierte entsprechend: +15% in New York auf $5,70, Marktkapitalisierung jetzt rund $14,4 Mrd.
Marge vs. Volumen
Nio hat jahrelang als Paradebeispiel dafür gegolten, wie brutal der Preiskampf im chinesischen EV-Markt ist. Dass ausgerechnet ein Premium-Hersteller jetzt als erster der Startups profitabel wird, zeigt: Marge schlägt Volumen.
Zum Vergleich: BYD hat 2025 mit 4,6 Millionen verkauften Autos eine Bruttomarge von 17,6% erzielt. Nio schafft 17,5% mit 326.000 Stück.
Die Frage ist, ob Nio den Gewinn halten kann. Der Jahresverlust 2025 lag operativ immer noch bei 11,5 Mrd. Yuan ($1,6 Mrd.), und Q1 2026 wird voraussichtlich schwächer.
STARTUP LAB
🇨🇳 Chinas Simplexity Robotics sammelt $289M in sechs Monaten ein: Tencent und Alibaba investieren in das Embodied-AI-Startup, das Roboter mit "World Understanding"-Fähigkeiten baut. Erste Einheiten bereits in Kleinserie in Beijing, Shanghai und Suzhou.
🇸🇬 Singapurs KAST sichert sich $80M Series A für Stablecoin-Payments: QED Investors und Left Lane Capital führen die Runde für Ex-Circle-CEO Raagulan Pathy an. Bereits 1M+ Nutzer und ~$5B annualisiertes Transaktionsvolumen, Ziel: $100M ARR dieses Jahr.
🇻🇳 Vietnams Dat Bike holt $4M für elektrische Motorräder: Thien Viet Securities steigt nach der $22M Series B vom Vorjahr ein. Die Mittel fließen in Produktionskapazität und R&D, um Vietnams 45M+ Motorradflotte zu elektrifizieren.
HIGHLIGHTS
🇨🇳 China warnt vor "Terminator"-Zukunft durch KI im Militär: China hat die USA davor gewarnt, dass der unkontrollierte Einsatz von KI im Militär eine dystopische Zukunft schaffen könnte. Die Trump-Regierung treibt den bedingungslosen Einsatz von KI-Startups beim Pentagon voran und hat Musks Grok-System für klassifizierte Bereiche freigegeben. Anthropic wurde gleichzeitig auf eine schwarze Liste gesetzt, nachdem sich das Unternehmen gegen militärische Anwendungen ausgesprochen hatte.
🇰🇷 SK hynix bringt weltweit ersten Speicherchip für KI-Smartphones: Der koreanische Chiphersteller hat einen 16-Gigabit-LPDDR6-DRAM auf Basis seines 10-Nanometer-Prozesses der sechsten Generation entwickelt. Der Chip ist für On-Device-KI in Smartphones konzipiert und verbraucht 20% weniger Strom als sein Vorgänger. Für KI-Anwendungen, die direkt auf dem Gerät statt in der Cloud laufen, ist genau diese Kombination aus Geschwindigkeit und Energieeffizienz der Flaschenhals.
🇰🇷 Südkorea fährt Atomkraftwerke wegen Nahost-Krise hoch: Die Regierung beschleunigt den Neustart von Reaktoren, die sich in Wartung befinden. Zwei Meiler sollen noch im März ans Netz gehen, vier weitere bis Mitte Mai. Südkorea bezog 2025 rund 14% seines LNG aus Katar, dessen größte Produktionsanlage nach einem iranischen Drohnenangriff stillsteht. Falls die hohen Ölpreise anhalten, seien Auswirkungen auf den Strommarkt "unvermeidlich", so das Energieministerium.
🇭🇰 Deutsche Bank setzt auf Hongkong als Wealth-Hub: Die Bank will von wohlhabenden Investoren aus Festlandchina, Hongkong, Taiwan und den Philippinen profitieren, die zunehmend weg von US-Assets diversifizieren. Die Verunsicherung über die hohe US-Exponierung treibt Kapital Richtung Europa und Asien. Die Deutsche Bank baut ihr Wealth-Management in der Region aus und eröffnet neue Teams in Hongkong und Singapur.
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