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🟠 China: Exportstopp für KI, Solar & Biomedizin

Peking will den Export von 40 Schlüsseltechnologien kontrollieren

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Peking will den Export weiterer Schlüsseltechnologien stärker kontrollieren. Am Freitag haben das Handels- und das Wissenschaftsministerium eine Liste mit 40 Technologien vorgelegt. Bei 14 soll der Export verboten werden, bei 26 soll er nur mit Genehmigung möglich sein.

Betroffen sind künstliche Intelligenz, Biomedizin und Solartechnik. Noch ist die Liste ein Entwurf. Für die aufgeführten Technologien gilt aber bereits eine vorläufige Registrierungspflicht vor dem Export.

Chinesische KI-Apps bleiben im Ausland nutzbar

23 Einträge auf der Liste betreffen KI. Dazu gehören große KI-Modelle und Programme, die Aufgaben selbstständig erledigen. Peking begründet die geplanten Kontrollen mit Sicherheitsrisiken.

Für Nutzer chinesischer KI-Dienste soll sich dadurch wenig ändern. Laut Handelsministerium fallen Anfragen über Apps, Webseiten und Programmierschnittstellen nicht unter die geplante Kontrolle des Exports von Modelltechnologien.

Eine Firma könnte also weiterhin eine chinesische KI über das Internet nutzen. Will sie ein erfasstes Modell dagegen auf eigenen Servern außerhalb Chinas betreiben, kann dafür eine Genehmigung nötig werden. Für bestimmte Fälle sind vereinfachte Verfahren vorgesehen.

Bereits öffentlich zugängliche Technologie, etwa aus Open-Source-Veröffentlichungen, soll von den neuen Kontrollen ausgenommen bleiben.

Auch Maschinen für Solarfabriken können betroffen sein

Zwölf der geplanten Einträge betreffen die Solarindustrie. Es geht um Verfahren zur Herstellung von Polysilizium, Siliziumscheiben und Solarzellen.

Die Regeln können auch bestimmte Produktionsmaschinen erfassen, wenn sie die kontrollierte Technologie enthalten. Der Kauf fertiger Solarmodule fällt laut Ministerium dagegen nicht allein deshalb unter die neuen Technologiekontrollen.

Für einen Hersteller, der mit chinesischer Technik eine Solarfabrik im Ausland aufbauen will, könnte damit eine zusätzliche Genehmigung nötig werden. Das betrifft auch Arbeiten wie die Installation und Inbetriebnahme, wenn dabei kontrolliertes Wissen übertragen wird.

Exporteure müssen sich schon jetzt registrieren

Bis zum 15. November können Unternehmen und Verbände Stellungnahmen zu dem Entwurf abgeben. Welche Verbote und Beschränkungen am Ende gelten, ist noch offen.

Die vorläufige Registrierungspflicht greift dagegen bereits seit dem 16. Oktober.

Exporteure müssen unter anderem angeben, wer die Technologie erhält, in welchem Land sie eingesetzt wird und wofür sie bestimmt ist.

Im April untersagten chinesische Behörden nach einer Sicherheitsprüfung die Übernahme des KI-Unternehmens durch Meta und ordneten die Rückabwicklung an. Manus hatte seinen Sitz bereits nach Singapur verlegt. Das letzte Wort hatte trotzdem Peking.

 

 

HINTER DEN KULISSEN

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Die Frage hinter dem Firmenbesuch

Am Donnerstag war ich wieder bei AgiBot in Shanghai. Dort habe ich Fachleute für Robotiklösungen und die Erfassung von Trainingsdaten getroffen.

Für Unternehmen, die einen Roboter einsetzen wollen, lohnt sich eine konkrete Frage: Welche Daten und welche Anpassungen braucht das System für unseren Arbeitsschritt?

Bei unseren Firmenbesuchen wollen wir deshalb mit den Personen sprechen, die an der jeweiligen Anwendung arbeiten. Ihre Antworten sollen helfen, den nächsten Test im eigenen Betrieb zu planen.

 

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UNSER CONTENT PARTNER: LIMEN CHINA

© Limen China

Was soll Europas neue Handelsmacht ermöglichen?

Die Forderungen nach mehr handelspolitischen Instrumenten für die EU werden konkreter. Damit könnte Europa Zeit gewinnen. Aber was macht es mit der gewonnenen Zeit?

Für Unternehmen stellt sich die Frage, welche Investitionen eine Phase des Schutzes auf dem europäischen Heimatmarkt ermöglichen könnte und welche Folgen neue Beschränkungen für ihr Chinageschäft und ihre internationalen Absatzmärkte hätten.

Limen China untersucht die Vorschläge, die amerikanischen Erfahrungen mit der dortigen Section 301 und Chinas Entwicklung am Beispiel der Märkte für Werkzeugmaschinen und Pharmaprodukte. Daraus entstehen konkrete Prüffragen für Investitionen, Partnerschaften und Abhängigkeiten.

 

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UNSER PARTNER

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Wie sicher ist ein Humanoid neben Menschen?

Wer Roboter im eigenen Betrieb testen will, muss klären, wie sie mit Menschen zusammenarbeiten und welche Sicherheitsanforderungen gelten. Humanoid Europe 2026 am 5. und 6. November in München bringt dafür Fachleute von Unitree, Bosch und Fraunhofer zusammen. Auf dem Programm stehen funktionale Sicherheit, Cybersicherheit und Anwendungen in Fertigung und Logistik.

Asiabits unterstützt die Veranstaltung als Affiliate-Partner. Über unseren Partnerlink könnt ihr bis zum 5. November einen Rabattcode für 15 % auf alle Ticketarten freischalten, einschließlich des Online-Tickets.

 

 

INFOGRAFIK DER WOCHE

© Asiabits Visuals

Chinas Batteriehersteller wachsen mit LFP-Zellen und neuen Auslandskunden. Das weltweite Batterievolumen in Fahrzeugen stieg von Januar bis August 2026 um 19,7 %.

Die starke Konzentration macht die Suche nach einer zweiten Bezugsquelle zu einer Frage der Risikostreuung. Prüft bei Kandidaten deshalb Produktionsstandort, Zellchemie und Zulassungen im Zielmarkt, bevor ihr zwei Lieferanten auf der Liste als Absicherung wertet.

 

 

REPORT DER WOCHE

© DSET

DSET, The Age of Robotics: Ende 2025 arbeiteten in China laut dem Forschungsinstitut mehr als 150 Firmen an humanoiden Robotern oder wichtigen Teilsystemen. Mehr als 40 staatlich finanzierte Trainingszentren waren angekündigt. Die Studie untersucht, wo chinesische Hersteller bei Chips, Software und Präzisionsteilen weiterhin auf ausländische Lieferanten angewiesen sind. Report als PDF auf Englisch herunterladen.

Einordnung: Wer einen Roboteranbieter auswählt, sollte auch die Herkunft kritischer Bauteile und deren Austauschbarkeit prüfen. Solche Fragen lassen sich bei Robotik-Firmenbesuchen in Shenzhen und Shanghai direkt mit den Herstellern besprechen.

 

 

5 STORIES YOU MISSED LAST WEEK

🇨🇳 FAIRINO sammelt knapp 1 Mrd. Yuan ein: Der chinesische Roboterbauer hat zwei Finanzierungsrunden über zusammen knapp 1 Mrd. Yuan (rund 150 Mio. $) abgeschlossen. Meituan Longzhu führte die C+-Runde an, Meituan die D-Runde. Das Geld fließt in die Fertigung von Kernkomponenten und in neue Robotikprodukte. Dazu gehören Arme, die ihre Kraft beim Greifen und Bearbeiten von Werkstücken regeln, sowie Software für KI-gesteuerte Industrieanwendungen. Für Maschinenbauer wächst damit ein Anbieter, der sowohl komplette Roboter als auch die Technik darin selbst entwickelt.

🇯🇵 Mazak und ABEJA starten drei KI-Entwicklungsprojekte: Der japanische Werkzeugmaschinenbauer und der KI-Anbieter wollen die Planung in Fabriken automatisieren. Eine Anwendung soll Bearbeitungsverfahren und die Reihenfolge der Arbeitsschritte vorschlagen. Eine zweite soll Produktionspläne bei Materialmangel oder Eilaufträgen neu berechnen. Das dritte Projekt nutzt Fertigungsdaten, um Roboter und Transportsysteme zu trainieren. Die entwickelten Anwendungen sollen später in Mazak-Maschinen und Automatisierungssysteme einfließen. Für Fabrikbetreiber ist das ein Ansatz, das Erfahrungswissen ihrer Fachkräfte für die Produktionsplanung nutzbar zu machen.

🇸🇬 Singtel und IMDA unterstützen 10.000 Firmen bei der KI-gestützten Datenverwaltung: Kleine und mittlere Unternehmen in Singapur sollen sechs Monate kostenlos die KI-gestützte Datenplattform Space nutzen können. Das neue Programm hilft ihnen, verstreute Geschäftsunterlagen zu ordnen und wiederzufinden. Dazu kommen Einführung und Schulungen. Parallel hat IMDA eine Liste mit 100 KI-Anwendungen für verschiedene Unternehmensfunktionen zusammengestellt. Für Betriebe, deren Wissen in getrennten Laufwerken und Systemen liegt, beginnt der KI-Einsatz damit bei der eigenen Ablage.

🇮🇳 Indiens Tech-Deals steigen auf 3,5 Mrd. $: Laut Grant Thornton Bharat wurden im dritten Quartal 76 Transaktionen erfasst. Der Gesamtwert lag 38 % über dem Vorquartal, obwohl die Zahl der Abschlüsse um 5 % sank. Übernahmen machten 2,8 Mrd. $ des Volumens aus. Private-Equity- und Venture-Capital-Investitionen fielen dagegen von 1,5 Mrd. $ auf 301 Mio. $. Für Gründer und Verkäufer sind das zwei unterschiedliche Märkte: Strategische Käufer schließen große Übernahmen ab, bei neuem Wachstumskapital wird die Auswahl enger.

🇨🇳 Geely plant Google-Dienste ab 2027: Die chinesische Autogruppe und Google haben eine weltweite Partnerschaft für geeignete Fahrzeuge außerhalb Chinas und der USA angekündigt. Das erste Modell soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten. Vorgesehen sind fest integrierte Dienste wie Maps, Play und der KI-Assistent Gemini. Zum geplanten Markenkreis gehören Geely, Lynk & Co., Proton, Riddara und smart. Welche Modelle und Länder teilnehmen, wird noch bekannt gegeben. Für Geelys Auslandsgeschäft können vertraute Apps den Umstieg auf eine neue Automarke erleichtern.

 

 

AUCH LETZTE WOCHE

🇲🇾 Leader Energy beginnt den Bau eines 400-MWh-Speichers.Die Anlage in Pajam soll 100 MW Leistung bereitstellen und 2027 in Betrieb gehen. Sie gehört zu Malaysias MyBeST-Programm und soll dem Stromnetz helfen, mehr erneuerbare Energie aufzunehmen.

🇸🇬 NEU Battery Materials erhält 7,6 Mio. $ für Batterierecycling.Das Unternehmen hat in Singapur bereits eine Fabrik mit 1.300 Tonnen Jahreskapazität in Betrieb genommen. Das Kapital finanziert den Produktionshochlauf für Lithium aus Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die in Elektroautos und stationären Speichern verbreitet sind, und schafft damit eine weitere mögliche Rohstoffquelle für Batteriehersteller.

🇨🇳 Chinas Forschungsausgaben steigen um 8,2 %.2025 flossen 3,93 Bio. Yuan (584,5 Mrd. $) in Forschung und Entwicklung, wie die jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistikamts zeigen. Unternehmen trugen 77,4 % bei: Wer chinesische Technologieanbieter vergleicht, trifft auf einen Forschungsstandort, dessen Investitionen überwiegend aus der Wirtschaft kommen.

 

 

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