China macht Japans Roboter nervös

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Japans Roboterbauer setzen 270 Millionen Dollar auf Amerika

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Fanuc und Yaskawa investieren zusammen mindestens 270 Millionen Dollar in den Ausbau ihrer Standorte in Michigan und Wisconsin. In China hat der chinesische Hersteller Estun Fanuc inzwischen bei den Auslieferungen von Industrierobotern überholt.

Chinesische Marken haben die Mehrheit

Das verändert den Markt für Fanuc und Yaskawa grundlegend. China bleibt für beide wichtig. Doch dort verkaufen sie nicht mehr nur an die größte Fabrikbasis der Welt. Sie konkurrieren direkt mit lokalen Anbietern, die bei Preis, Vertrieb und Kundenkontakt aufgeholt haben.

Yaskawa baut Roboter erstmals in den USA

Yaskawa will in Franklin, Wisconsin, künftig Industrieroboter in großen Stückzahlen direkt in den USA fertigen. Bislang kamen die Maschinen für den amerikanischen Markt aus Japan.

Der Konzern bündelt dafür seine Standorte aus Illinois und Wisconsin auf einem neuen Campus mit Fabrik, Schulungszentrum und Zentrale. Die Investition liegt bei mindestens 180 Millionen Dollar. Kürzere Lieferzeiten und eine Produktion näher an Auto-, Logistik- und Halbleiterkunden sollen den Standort attraktiver machen.

Fanuc erweitert Michigan

Fanuc investiert 90 Millionen Dollar in Pontiac, Michigan. Dort entstehen rund 78.000 Quadratmeter für Fertigung, Logistik und Forschung. Die Anlage soll Ende 2027 fertig sein und mindestens 225 neue Stellen schaffen.

Der Wettbewerb um Industrieroboter wird nicht mehr allein in Japan entschieden.

 

HINTER DEN KULISSEN

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Ein Foto mit einem Roboter ist schnell gemacht. Für OBI ging es um die Frage, was davon in der Beschaffung und in den Filialen ankommt.

Mit Marcel Turhan und Moritz Giedziella von OBI Group Sourcing Asia haben wir in Shenzhen Pudu Robotics, T-chef Technology und Daimon Robotics besucht.

Wir bei Asiabits unterstützen unsere Partner dabei, echte Kooperationen für Anwendungsfälle in ihren Fabriken, Supermärkten oder Hotels zu finden.

 

UNSER CONTENT PARTNER: LIMEN CHINA

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Welche China-Chance fehlt noch in Ihrer China-Strategie 2027?

Chinas Industrieplanung eröffnet neue Suchräume für europäische Industrieunternehmen, um sich bietenden Marktchancen zu maximieren. Aber auch, um sich bildende Risiken rechtzeitig zu erkennen. Wie lassen sich passende Anwendungen, realistische Zugangswege und wirtschaftlicher Nutzen prüfen?

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INFOGRAFIK DER WOCHE

Chinas Metall- und Maschinenbauer haben 2025 44 % mehr Industrieroboter installiert als im Vorjahr. Das sind 78.700 Einheiten, fast so viele wie in der Autoindustrie.

Die Autoindustrie wuchs um 38 %, die Elektronik um 16 %. Mit 96.400 Robotern bleibt die Elektronik der größte Abnehmer.

Quelle: IFR, World Robotics 2026, Daten für 2025.

 

5 STORIES YOU MISSED LAST WEEK

🇰🇷 Südkorea verkauft Chips für 60 Mrd. $ in einem Monat: Im September stiegen die Exporte des Landes um 83,5 % auf den Rekordwert von 120,9 Mrd. $. Die Hälfte davon entfiel auf Halbleiter: Südkorea verkaufte Chips für 60,3 Mrd. $ und damit 263 % mehr als vor einem Jahr. Getrieben haben das Speicherchips für KI-Rechenzentren und deutlich höhere Preise. Die Ausfuhren nach China erreichten 26 Mrd. $, die in die USA 24,33 Mrd. $, und beide Werte haben sich mehr als verdoppelt. Die Autoexporte sanken dagegen um 5,5 % auf 6,05 Mrd. $. Von Januar bis September kommt Südkorea auf über 800 Mrd. $ und liegt damit schon über dem bisherigen Jahresrekord von 709,3 Mrd. $. Jeder zweite Export-Dollar des Landes stammt inzwischen aus der Chipindustrie.

🇨🇳 Staatlicher Leasinggeber finanziert Server mit gesperrten Nvidia-Chips: Semi-Tech Leasing gehört mehrheitlich Stadt- und Provinzregierungen, unter anderem aus Shenzhen und Peking. Laut Unterlagen bei Pekinger Behörden, die Bloomberg ausgewertet hat, finanzierte die Firma dem börsennotierten Unternehmen Glory View den Kauf von über 700 Servern für mehr als 3 Mrd. Yuan (440 Mio. $). 32 davon stammen von Asustek und laufen mit Nvidias B300, einem Chip, der ohne US-Lizenz nicht nach China verkauft werden darf. Die meisten Server stehen den Unterlagen zufolge in einem Rechenzentrum von China Mobile in Zhongwei in der Provinz Ningxia. Bis Ende Juni ersetzte Semi-Tech die Einträge durch geschwärzte Fassungen, in denen Servermodelle, Lieferanten und Standorte fehlen. Nvidia prüft den Fall nach eigenen Angaben mit seinem Hardwarepartner.

🇮🇳 Moneyview steigt am ersten Börsentag um 62 %: Die Finanz-App aus Bengaluru vergibt seit 2014 Privatkredite übers Handy. Am Donnerstag startete die Aktie in Mumbai bei 55 Rupien, nachdem der Ausgabepreis bei 34 Rupien gelegen hatte. Der Börsengang brachte 10,9 Mrd. Rupien, davon gingen 7,5 Mrd. als frisches Geld an das Unternehmen und der Rest an Altaktionäre. Das Angebot war 98-fach überzeichnet, der Anteil für institutionelle Investoren sogar 227-fach. Wer als Privatanleger ein Paket mit 441 Aktien zugeteilt bekam, lag am ersten Handelstag mit rund 9.500 Rupien im Plus.

🇸🇬 VSMC eröffnet in Singapur eine Chipfabrik für 7,8 Mrd. $: Hinter VSMC stehen der taiwanische Auftragsfertiger Vanguard International Semiconductor, an dem TSMC beteiligt ist, und der niederländische Chipkonzern NXP. Ihr erstes Werk in Tampines verarbeitet 300-Millimeter-Wafer, also die Siliziumscheiben, aus denen die Chips geschnitten werden. Gefertigt werden ältere, bewährte Strukturgrößen von 130 bis 40 Nanometern für Stromversorgung und Analogtechnik in Autos, Industrieanlagen und Handys. Die Serienfertigung beginnt im ersten Quartal 2027. Bis 2029 soll das Werk 44.000 Wafer im Monat fertigen und rund 1.600 Menschen beschäftigen. Autobauer und Maschinenbauer bekommen damit eine weitere Quelle für Standardchips außerhalb Chinas und Taiwans.

🇨🇳 Leapmotor liefert 105.656 Autos aus, so viele wie nie: Der Elektroautobauer aus Hangzhou lieferte im September 58,5 % mehr Autos aus als im Vorjahr und lag zum dritten Mal in Folge über 100.000 Fahrzeugen. Nach neun Monaten sind es 666.539 Autos und damit schon mehr als die 596.555 des gesamten Vorjahres. Über 27.000 Autos gingen im September ins Ausland, verkauft über Leapmotor International, das Gemeinschaftsunternehmen mit Stellantis. In Europa hat es inzwischen über 1.000 Verkaufs- und Servicestandorte. Für das Jahresziel von 1 Mio. Autos fehlen noch 333.461, das sind im Schnitt 111.154 pro Monat. Leapmotor muss damit bis Dezember jeden Monat mehr ausliefern als im bisherigen Rekordmonat.

 

 

AUCH LETZTE WOCHE

🇯🇵 Japans große Industriekonzerne sind so zuversichtlich wie seit 2018 nicht mehr. Der Tankan, die vierteljährliche Unternehmensumfrage der Bank of Japan, stieg für große Hersteller von 22 auf 24 Punkte und legte damit zum sechsten Mal in Folge zu. Die Firmen rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit 13,6 % mehr Gewinn und 10,3 % mehr Exporten, für Dezember erwarten sie aber einen Rückgang auf 21 Punkte.

🇨🇳 Camsense steigt beim Börsendebüt in Hongkong um 185 %. Die Firma aus Shenzhen baut Laser- und Lidar-Sensoren, mit denen Saugroboter Hindernisse erkennen und sich in der Wohnung orientieren. Die Aktie eröffnete bei 168 HK$, nachdem der Ausgabepreis bei 58,85 HK$ gelegen hatte, und der Teil für Privatanleger war 3.546-fach überzeichnet. Knapp zwei Drittel der eingesammelten 682 Mio. HK$ (rund 87 Mio. $) fließen in die Forschung.

🇨🇳 Chinesische Hersteller bauen 95 % aller humanoiden Roboter. Laut IDC gingen im ersten Halbjahr weltweit knapp 25.000 Humanoide an Kunden, das sind 432 % mehr als im Vorjahr. Neun der zehn größten Anbieter kommen aus China, angeführt von AgiBot mit rund 8.600 und Unitree mit rund 5.000 Stück. Bis 2030 rechnet IDC mit über 750.000 Robotern im Jahr.

 

 

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