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🟠 Chinas KI-Aktien stürzen ab
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Chinas KI- und Chip-Aktien verlieren 480 Milliarden Dollar

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Chinas KI-Boom hat an der Börse einen schweren Rückschlag erlitten. Schon zu Wochenbeginn lag der STAR50, ein Index mit großen chinesischen Chip- und Technologiefirmen, rund 40 Prozent unter seinem Hoch. Innerhalb von weniger als vier Monaten waren etwa 480 Milliarden Dollar Börsenwert verschwunden. Die Verkäufe gingen bis zum Wochenschluss weiter.
Der Absturz trifft Chinas Hoffnung auf eine führende Rolle bei KI und Robotik. Anleger hatten dafür bereits hohe Gewinne eingepreist.
Staatliche Unterstützung schützte nicht vor Verlusten
Einer von ihnen ist Chen Wensheng, ein Kleinunternehmer aus der südchinesischen Provinz Hainan. Er investierte während der Rally. Dass etwa beim Roboterbauer Unitree auch staatlich unterstützte Fonds beteiligt waren, gab ihm Vertrauen. Nun sitzen er und seine Freunde auf Verlusten, wie Reuters berichtet.
Die Erwartungen waren weit vorausgelaufen. Selbst nach dem Einbruch lag die Bewertung des STAR50 zu Wochenbeginn noch bei ungefähr dem Hundertfachen der bisherigen Jahresgewinne seiner Unternehmen. Die Kurse setzen damit weiterhin voraus, dass die Gewinne kräftig wachsen.
Zusätzlich belasten mögliche neue Beschränkungen für chinesische Technologie in westlichen Märkten die Aussichten. Wer viel in neue Produkte investiert, braucht später auch genügend Kunden, um die Entwicklung zu finanzieren.
Unitree verkauft mehr und investiert weiter
Bei Unitree lässt sich diese Spannung in den aktuellen Geschäftszahlen ablesen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent auf 665 Millionen Yuan, rund 100 Millionen Dollar. Der Nettogewinn sank gleichzeitig um gut 17 Prozent.
Das Unternehmen hatte seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung mehr als verdreifacht. Geld fließt in KI-Modelle, Rechenleistung und das Entwicklerteam. Die Nachfrage wächst, während Unitree zugleich viel für die nächste Robotergeneration ausgibt.
Für einen Aktionär kann das enttäuschend sein. Für die Entwicklung der Maschinen sind diese Investitionen wichtig. Der Börsenkurs und der technische Fortschritt bewegen sich dabei in unterschiedlichem Tempo.
AgiBot will die geleistete Arbeit messen
Auch innerhalb der Branche rückt der praktische Einsatz stärker in den Mittelpunkt. Am Donnerstag stellte AgiBot in Shanghai eine neue Messgröße namens „Worken“ vor. Sie soll erfassen, wie viele Roboter tatsächlich arbeiten, wie lange sie ohne menschliche Hilfe auskommen und wie viel brauchbare Arbeit sie dabei erledigen.
Es ist der Vorschlag eines Herstellers. Die Richtung ist dennoch aufschlussreich: Die Firmen müssen zunehmend zeigen, welchen Nutzen ihre Maschinen im Alltag bringen. Die Zahl ausgelieferter Roboter allein beantwortet diese Frage kaum.
Eine Maschine kann bereits Arbeit abnehmen, während ihr Hersteller noch hohe Entwicklungskosten trägt. Der Nutzen kann in den Betrieben ankommen, bevor die Gewinne der Hersteller mit den Erwartungen der Börse Schritt halten.
Weiterlesen: Wie werden Unitree-Roboter gesteuert? →
LIEBER SCHAUEN ALS LESEN?

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A carmaker wants a robot in your living room
- Chery stellt den 90 Zentimeter großen Mobo vor und nimmt weltweit Vorbestellungen an.
- Hesais 3D-Scanner sowie JLC und RoboParty zeigen, wie sich Roboter schneller entwickeln lassen.
- In Japan lernen Roboter Skateboardfahren, während Sonys KI am Tischtennistisch antritt.
HINTER DEN KULISSEN

Gespräche aus Seoul. Bei der Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK) haben wir diese Woche neue Gespräche für den Made in China Podcast aufgenommen. Zu unseren Gesprächspartnern gehörten Antonin Finkelnburg, Cyn-Young Park, Leon Vin Sen, Agatha Kratz und Lynn Kuok. Die Folgen erscheinen in den kommenden Wochen.
Bis dahin spricht Jens Hildebrandt von BASF in unserer aktuellen deutschen Folge über De-Risking und den Austausch deutscher Unternehmen mit der chinesischen Regierung. Jetzt auf Deutsch hören.
UNSER PARTNER

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Wie sicher ist ein Humanoid neben Menschen?
Wer Roboter im eigenen Betrieb testen will, muss klären, wie sie mit Menschen zusammenarbeiten und welche Sicherheitsanforderungen gelten. Humanoid Europe 2026 am 5. und 6. November in München bringt dafür Fachleute von Unitree, Bosch und Fraunhofer zusammen. Auf dem Programm stehen funktionale Sicherheit, Cybersicherheit und Anwendungen in Fertigung und Logistik.
Asiabits unterstützt die Veranstaltung als Affiliate-Partner. Über unseren Partnerlink könnt ihr bis zum 5. November einen Rabattcode für 15 % auf alle Ticketarten freischalten, einschließlich des Online-Tickets.
UNSER CONTENT PARTNER: LIMEN CHINA

© Limen China
Was Europas Handelsschutz dauerhaft sichern soll
Das Kiel Institut schlägt vor, den Zugang zum europäischen Binnenmarkt für den Aufbau strategischer Produktionsfähigkeiten einzusetzen. Welche Bedingungen müssen Unternehmen dafür vorfinden, und wer trägt die Kosten? Der aktuelle Artikel von Limen China verbindet den Kieler Vorschlag mit den Anforderungen von BusinessEurope und Chinas neuem Grundlagenplan.
Eine Analyse darüber, wie aus politischem Schutz wirtschaftlich tragfähige Fähigkeiten entstehen können.
INFOGRAFIK DER WOCHE

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Chinas Ausbau der Kernkraft soll mehr stetig verfügbaren Strom liefern. Die Regierung strebt bis 2030 eine installierte Leistung von rund 110 Gigawatt an. Ende 2025 lag sie bei gut 62 Gigawatt. Der Zielwert würde damit einen Zuwachs von etwa drei Vierteln innerhalb von fünf Jahren bedeuten.
Neben Wind- und Solarparks plant China damit auch Kraftwerke, deren Erzeugung weniger vom Wetter abhängt. Wie viel neue Leistung tatsächlich ans Netz geht, hängt vom Baufortschritt ab. Die Grafik vergleicht den heutigen Bestand mit einem politischen Ziel, nicht mit bereits fertiggestellten Anlagen.
REPORT DER WOCHE

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Bain & Company, Technology Report 2026: Der Bericht beschreibt für Physical AI ein mögliches wirtschaftliches Potenzial von 900 Mrd. $. Diese Rechnung setzt voraus, dass unter anderem bessere Simulationen und Robotik die Forschungs- und Fertigungskosten in ausgewählten Branchen um 10 % senken. Report und PDF auf Englisch ansehen.
Einordnung: Die Annahme lässt sich als Frage für einen Pilotversuch nutzen: Welcher konkrete Arbeitsschritt verursacht heute welche Kosten, und wie wird eine Verbesserung gemessen? Solche Fragen gehören in die Vorbereitung unserer Herstellerbesuche in China.
WAS ASIEN BEWEGT
🇯🇵 Japans Notenbank will ihre jährlichen ETF-Verkäufe auf gut das Zweieinhalbfache steigern. Das geplante Tempo steigt von 330 auf 860 Milliarden Yen. Die Beträge beziehen sich auf den Buchwert der Fondsbestände, nicht auf deren aktuellen Marktwert. Die Änderung gilt ab dem 1. Januar 2027. Die Bank of Japan will ihre Verkäufe weiterhin zeitlich strecken. ETFs sind Fonds, die einen Börsenindex nachbilden. Für Japans Aktienmarkt erhöht sich damit der geplante jährliche Verkaufsumfang eines großen institutionellen Anlegers.
🇯🇵 FANUC plant neues KI-Sehen ab 2027. Ein Roboter soll zylindrische Werkstücke erkennen und greifen können, ohne jede neue Form vorher einzeln einzulernen. Das Unternehmen zeigt die Anwendung auf der Werkzeugmaschinenmesse JIMTOF an einer Drehmaschine. Laut FANUC erkennt das System auch transparente und spiegelnde Teile, mit denen herkömmliche Kameras Schwierigkeiten haben. Die Auslieferung von AI Masterless Vision soll im Januar beginnen. Für Betriebe mit häufigen Produktwechseln wäre eine kürzere Einrichtung ein konkreter Vorteil, den ein Test mit den eigenen Werkstücken prüfen kann.
🇸🇬 Singapur testet bis zu 470 Legierungen täglich. Die Forschungsagentur A*STAR verbindet KI mit automatisierten Laboren, um neue Werkstoffe schneller zu entwickeln. Das neue Programm MARVEL-AI erhält zunächst 150 Mio. Singapur-Dollar, rund 117 Mio. $. Im Labor können laut A*STAR bis zu 470 unterschiedliche Metalllegierungen pro Tag geprüft werden. Die Ergebnisse fließen zurück in die Modelle und helfen, weitere Versuche auszuwählen. Das Programm soll den Weg vom Labor zur industriellen Anwendung verkürzen; für Hersteller bleibt die Fertigung eines geeigneten Materials in großen Mengen der nächste entscheidende Schritt.
🇰🇷 Samsung steigert den Quartalsumsatz um 14 %. Der Elektronikkonzern hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal erneut zugelegt. Das Speichergeschäft erreichte nach Unternehmensangaben Rekorde bei Umsatz und operativem Gewinn. Treiber sind unter anderem besonders schnelle HBM4-Speicher für KI-Rechner und Speicherlaufwerke für Server. Samsung will stärker auf diese Produkte setzen und mehrjährige Lieferverträge sichern. Die aktuelle Ergebnisveröffentlichung beschreibt zugleich Engpässe bei der Fertigungskapazität. Damit bleibt die Verfügbarkeit von Speicher ein wichtiger Faktor beim Ausbau von KI-Rechenzentren.
🇨🇳 BYDs Auslandsabsatz wächst um 137 %. Der Autobauer verkaufte im dritten Quartal rund 1,3 Millionen Fahrzeuge. Davon entfielen 550.704 auf Auslandsmärkte, während der Absatz in China um rund 12 % sank. Der Nettogewinn stieg um 28 % auf etwa 10 Mrd. Yuan, rund 1,5 Mrd. $. Der Umsatz legte um rund 14 % zu. Das Auslandsgeschäft gleicht damit die schwächere Nachfrage in China aus. Für Europas Hersteller und Händler steigt der Wettbewerb durch einen Anbieter, dessen Wachstum zunehmend außerhalb seines Heimatmarkts stattfindet.
AUCH LETZTE WOCHE
🇸🇬 NCS will über 300 KI-Ingenieure bei Kunden einsetzen. Der IT-Dienstleister will sein derzeit rund 100 Personen starkes Team binnen zwei Jahren ausbauen und hat ein AI Mission Centre eröffnet. Die Fachleute arbeiten direkt in den Kundenteams, um KI-Anwendungen in bestehende Abläufe einzuführen.
🇮🇳 IIT Guwahati und Tata planen zwei Ausbildungswege für die Chipfertigung. Vorgesehen sind Programme auf Diplom- und Bachelor-Niveau sowie praktische Ausbildung im Montieren, Prüfen und Verpacken von Halbleitern. Ein gemeinsames Kompetenzzentrum soll Ausbildung und Forschung verbinden und damit Fachkräfte für Indiens wachsende Chipindustrie vorbereiten.
🇨🇳 Chinas Einkaufsmanagerindex fällt auf 49,3 Punkte. Der offizielle Industrieindikator liegt damit wieder unter der Schwelle von 50, die Wachstum von Rückgang trennt. Hightech- und Ausrüstungshersteller bleiben mit 51,3 beziehungsweise 50,6 Punkten darüber, weshalb Lieferanten und Absatzchancen nach Branche beurteilt werden sollten.