Chinas Robotaxis stürmen London

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Uber bringt Chinas selbstfahrende Taxis nach London

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Uber will chinesische Robotaxis nach London bringen. Der Fahrdienst und der chinesische Anbieter Pony.ai haben angekündigt, in den kommenden Wochen selbstfahrende Taxis in der britischen Hauptstadt zu testen. Später sollen Fahrgäste die Wagen über die Uber-App buchen können.

Die Partner haben dieses Modell bereits in Zagreb eingeführt. Jetzt wollen sie es auf weitere europäische Städte übertragen. Ihr Plan umfasst mehr als 2.000 Robotaxis in Europa.

Von Zagreb nach London

In China betreibt Pony.ai bereits bezahlte Fahrdienste ohne Fahrer. Für die Expansion nach Europa setzt das Unternehmen auf Partner, die den Betrieb vor Ort und den Zugang zu Kunden übernehmen.

In Zagreb liefert Pony.ai die Fahrtechnik. Der kroatische Anbieter Verne besitzt und betreibt die Flotte. Seit August vermittelt Uber die Fahrten über seine App. Zum Start überwachte noch ein Sicherheitsfahrer die Fahrzeuge.

Damit muss Pony.ai im neuen Markt keinen eigenen Buchungsdienst aufbauen. Die Kunden können die Fahrzeuge über eine App bestellen, die sie bereits nutzen.

Die ausgeweitete Partnerschaft soll neben Zagreb vier weitere europäische Städte umfassen. London ist der nächste angekündigte Standort. Wer dort die Flotte besitzen und betreiben wird, steht allerdings noch nicht fest.

Zwei Fahrtechnologien, eine Uber-App

In London trifft Pony.ai auf einen Anbieter, der denselben Weg zu den Kunden nutzt. Uber arbeitet dort bereits mit dem britischen Unternehmen Wayve zusammen. Seit September können Fahrgäste mit einem selbstfahrenden Ford Mustang Mach-E abgeholt werden.

Uber öffnet seine App damit für konkurrierende Fahrtechnologien. Für Pony.ai bedeutet der Zugang zu Ubers Kunden also auch Konkurrenz auf derselben Plattform.

Aus Ubers Sicht liegt darin ein Vorteil: Der Fahrdienst kann mit mehreren Anbietern arbeiten und ist bei der Einführung von Robotaxis weniger von einer einzelnen Technologie abhängig.

Vom Test zur Fahrt ohne Fahrer

Der Wayve-Dienst zeigt zugleich, welche Hürde Pony.ai in London noch nehmen muss. In den Wayve-Fahrzeugen überwacht weiterhin ein geschulter Fahrer die Fahrt. Für einen Betrieb ganz ohne Sicherheitsfahrer sind die britischen Genehmigungen nötig.

Pony.ai hat für London zunächst Tests angekündigt. Wie viele Fahrzeuge kommen und wann der öffentliche Fahrdienst beginnt, haben die Partner noch nicht mitgeteilt.

In Zagreb lässt sich bereits über Uber ein Taxi mit chinesischer Fahrtechnik buchen. In London soll dasselbe möglich werden. Ob dabei noch ein Mensch am Steuer sitzt, geht aus der Ankündigung nicht hervor.

 

 

HINTER DEN KULISSEN

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Wir bei Asiabits arbeiten mit Partnern in Asien, Europa und dem Rest der Welt. Dabei hat sich Hongkong für uns als ideale Drehscheibe für internationale Geschäfte erwiesen.

Wann lohnt sich eine Firma in Hongkong, und wie bezahlt man von dort Lieferanten in Festlandchina? Unser Partner WorldFirst und Get Started HK besprechen diese Fragen in einem kostenlosen Webinar. Es geht um die Gründung, die steuerlichen Rahmenbedingungen und Zahlungen in RMB.

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UNSER CONTENT PARTNER: LIMEN CHINA

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Merz und Macron wollen Europas handelspolitische Eingriffsmöglichkeiten erweitern. Von einem "Kill-Switch" im Handel mit China ist die Rede.

Welche wirtschaftlichen Voraussetzungen braucht eine glaubhafte Anwendung? Limen China untersucht die Verhandlungsergebnisse der letzten Woche in Peking, kritische Abhängigkeiten und die Frage, wie Unternehmen mögliche Unterbrechungen überbrücken können.

Ein Essay über Marktmacht und die Zeit, die ihre Nutzung braucht.

 

UNSER PARTNER

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Humanoide aus China treffen Europas Industrie

Bei unseren Firmenbesuchen in China geht es immer wieder um dieselbe Frage: Welche Arbeit kann ein Roboter im Betrieb übernehmen? Humanoid Europe 2026 in München am 5. und 6. November widmet sich dieser Frage. Asiabits unterstützt die Veranstaltung als Affiliate-Partner.

Fachleute von Unitree, Bosch und Fraunhofer sprechen über den Weg vom Prototyp zum industriellen Einsatz. Dazu kommen Live-Demonstrationen und die Möglichkeit, Entwickler direkt zu befragen. Für Unternehmen, die Roboter einsetzen oder Komponenten liefern wollen, ist das eine Gelegenheit, chinesische Hersteller und europäische Industrie an einem Ort zu treffen.

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INFOGRAFIK DER WOCHE

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Chinas Roboterproduktion hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. 2025 wurden rund 217.000 Maschinen mehr gebaut als im Vorjahr.

Für Unternehmen, die automatisieren wollen, lohnt sich deshalb ein Vergleich chinesischer Hersteller mit den bisherigen Lieferanten. Entscheidend ist, was eine Anlage im eigenen Betrieb leistet und über ihre Nutzungsdauer kostet. Wer jetzt Angebote einholt, sollte neben dem Kaufpreis auch Integration und Service vergleichen.

 

 

REPORT DER WOCHE

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PwC China, Intelligente Roboter: Das Whitepaper geht davon aus, dass ein einzelner humanoider Robotertyp in den nächsten drei bis vier Jahren nicht alle Einsatzgebiete abdecken kann. Bis 2030 werden klassische Roboterarme und mobile Roboter ihre jeweiligen Stärken behalten. Die Studie nennt für 2024 weltweit 542.000 neu installierte Industrieroboter und 199.000 professionelle Serviceroboter. Den Report gibt es kostenlos als PDF auf Englisch.

Einordnung: Für Betriebe ist der erste Schritt, zu klären, welche Arbeit automatisiert werden soll und welche Bauform dazu passt. Hersteller und Anwendungen lassen sich vor Ort vergleichen, etwa auf Robotik-Touren in Shenzhen und Shanghai.

 

 

5 STORIES YOU MISSED LAST WEEK

🇰🇷 Samsung erwartet 107,4 Bio. Won Quartalsgewinn: Der Konzern hat für das dritte Quartal einen Betriebsgewinn von rund 107,4 Bio. Won und einen Umsatz von 195 Bio. Won angekündigt. Das sind vorläufige Zahlen, der vollständige Bericht folgt Ende Oktober. Gegenüber dem Vorjahresquartal würde der Gewinn um 782,5 % steigen. Die Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren treibt das Geschäft. Besonders gefragt sind Speicher, die große Datenmengen direkt neben KI-Prozessoren bereitstellen. Für Hersteller von Computern und Elektronik bedeutet der Boom zugleich stärkeren Wettbewerb um die verfügbaren Chips.

🇨🇳 Manus bekommt nach dem geplatzten Meta-Verkauf über 500 Mio. $: Butterfly Effect, die Mutterfirma des in China gegründeten KI-Anbieters, hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. Boyu Capital und IDG Capital führten die Runde an, Tencent und weitere bestehende Investoren beteiligten sich. Die Firma arbeitet wieder unabhängig, nachdem chinesische Behörden den Verkauf an Meta rückgängig machen ließen. Manus hat seinen Hauptsitz in Singapur und entwickelt KI-Assistenten, die mehrstufige Aufgaben wie Recherche oder den Bau einer Website übernehmen. Eine neue Bewertung wurde nicht veröffentlicht. Das frische Kapital finanziert den nächsten Anlauf als eigenständiger Anbieter.

🇰🇷 Doosan startet zwei Robotikprojekte für 98,9 Mrd. Won: Der südkoreanische Hersteller wurde für zwei staatlich geförderte Entwicklungsprogramme ausgewählt. Rund 68,1 Mrd. Won des Gesamtbudgets kommen vom Staat. Ein Projekt soll KI direkt im Roboter rechnen lassen, damit Wahrnehmung und Steuerung ohne externen Computer oder Cloud funktionieren. Doosan plant dafür Modelle mit 5, 10 und 20 Kilogramm Traglast sowie einen mobilen Roboter mit zwei Armen. Das zweite Programm entwickelt automatisches Schweißen für anspruchsvolle Anwendungen, darunter Anlagen für die Kernenergie. Serienprodukte aus dem ersten Projekt sind ab 2031 vorgesehen.

💻 TSMC steigert den Septemberumsatz um 54,6 %: Der Chip-Auftragsfertiger setzte im vergangenen Monat 511,86 Mrd. Taiwan-Dollar um. Das waren 0,6 % weniger als im August, aber deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Nach neun Monaten steht der Umsatz bei 3,90 Bio. Taiwan-Dollar, 41,1 % über dem Vorjahreszeitraum. TSMC fertigt unter anderem Prozessoren für Nvidia und Apple. Die Nachfrage nach KI-Chips hält die Fabriken beschäftigt. Der Monatsbericht enthält noch keine Gewinnzahlen, diese folgen mit dem vollständigen Quartalsbericht.

🇮🇩 Indosat öffnet eine KI-Plattform für zunächst 50 Unternehmen: Der indonesische Telekomkonzern und der Sicherheitsanbieter F5 haben die Intelligence Suite gestartet. Firmen erhalten darüber einen gemeinsamen Zugang zu verschiedenen KI-Modellen und können Nutzung und Kosten zentral erfassen. Indosat zielt zum Start auf 50 Unternehmen und Organisationen. Der öffentliche Katalog zeigt mehr als 100 Modelle, weitere sind angekündigt. Lokal gehostete Angebote sollen Daten in Indonesien verarbeiten, während Regeln bestimmen, welche Anfragen an internationale Dienste gehen dürfen. Der Aufwand für getrennte Anschlüsse an jeden einzelnen KI-Anbieter sinkt damit.

 

 

AUCH LETZTE WOCHE

🇨🇳 Plug-and-Play-Mutter zahlt 200.000 $ wegen einer China-Beteiligung: Das US-Finanzministerium hat seine erste Strafe unter dem Programm zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen bekannt gemacht. Amidi hatte eine Beteiligung von rund 92.478 $ an einer chinesischen KI- und Robotikfirma nicht gemeldet; die bereits im Juli verhängte Strafe wurde jetzt veröffentlicht.

🇸🇬 UOB und AWS prüfen KI-Banking für fünf ASEAN-Märkte: Die Bank und Amazon Web Services wollen eine eigene Cloud-Umgebung in Singapur untersuchen. Die Vereinbarung betrifft fünf Märkte in Südostasien, mit gemeinsamen Datenregeln und KI für Kundendienste; ein vollständiger Rollout ist noch nicht beschlossen.

🇸🇬 Meta spendet 1.000 KI-Brillen an vier Organisationen: Die Empfänger in Singapur arbeiten mit Menschen mit Behinderungen oder bieten barrierefreie Erlebnisse an. Zusätzlich stellt Meta 30.000 $ für Schulungen bereit, damit Menschen mit Sehbehinderungen die Brillen etwa zum Vorlesen von Texten und zum Erkennen von Gegenständen nutzen können.

 

 

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