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🟠 So erobern Chinas Roboter die Welt

Chinas Roboter erobern die Welt - jetzt auch im Cockpit
90 %.
So hoch war 2025 Chinas Anteil am globalen Verkauf von humanoiden Robotern.
Über 140 Hersteller, mehr als 330 Modelle, alle aus dem Reich der Mitte. Pekings aktueller Fünf-Jahres-Plan nennt humanoide Roboter explizit als Spitzenfeld der Wissenschaft.
Unitree: der erste bemannte Mecha
Wang Xingxing aus Hangzhou stand am Dienstag neben seiner neuesten Maschine und reichte ihr kaum bis zur Schulter. Sein Unternehmen Unitree hat den GD01 vorgestellt: 2,80 Meter groß, mit Cockpit im Brustkorb.
Ein Mensch klettert hinein und steuert das Ding. Es läuft auf zwei Beinen oder baut sich in einen Vierbeiner um. Preis: 3,9 Millionen Yuan, rund 650.000 Dollar.
Unitree kontrolliert heute rund 70 % des globalen Vierbeiner-Markts und hat 2025 mehr als 5.500 Humanoide ausgeliefert. Mehr als jeder andere Hersteller weltweit.
X-Humanoid: das menschliche Gesicht
Im Labor von X-Humanoid in Peking entstehen Roboter mit Kunsthaar und synthetischer Haut. NBC News durfte vergangene Woche durch die Werkshalle laufen.
Mehrere Dutzend halbfertige Humanoide standen in Reihen, ohne Köpfe, manche mit Boxform-Rädern statt Beinen.
"Wir wollen, dass der Roboter Menschen hilft und sie von gefährlichen, harten und repetitiven Arbeitsumgebungen befreit."
Wozu das alles?
Pekings Plan ist konkret: Roboter sollen die alternde Bevölkerung pflegen, in Schichten arbeiten, die niemand will, Stromnetze inspizieren, durch enge Schächte kriechen.
Fakt ist: Roboter werden unsere Arbeitswelt verändern. Für Unternehmen stellt sich nicht die Frage, ob sie sich mit dem Thema beschäftigen, sondern wann und wie intensiv.
Wir sind am Mittwoch und Donnerstag wieder mit dem Vorstand eines deutschen Unternehmens in Hangzhou/Suzhou und in Guangdong unterwegs, um dieses auf die Robotics-Revolution vorzubereiten.
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FOUNDERS INSIGHTS

„Die USA sahen AI als Armageddon. China sah Produktivität."
Auf genau diesen Unterschied baute Tak Lo in Hong Kong Asiens ersten AI-Fonds.
Wie wird aus einem US-Army-Ingenieur einer der frühesten AI-Investoren Asiens?
Tak diente in Korea als Army-Ingenieur, war danach Berater bei Booz Allen Hamilton in Virginia, machte einen MBA an der London Business School und betreute bei Techstars 60 europäische Startups.
2017 gründete er dort Zeroth.ai.
Während Silicon Valley die Ethik debattierte, drückten Chinesen auf „Installieren".
Zeroth.ai investierte in rund 50 AI-Startups, mit einem Börsengang und zwei Übernahmen als Exits, bevor Animoca Brands einstieg.
Heute baut Tak mit Komputational Kulture zwei neue Fonds, einen für Medien und Entertainment, einen für Space.
CHART OF THE WEEK

Ein oft angesprochenes Problem: Die Welt (und vor allen Dingen asiatische Länder) werden immer älter.
Aber wie man in China so schön sagt: In jeder Krise 危 gibt es auch Chancen 机.
Wir glauben, dass Roboter eine große Rolle dabei spielen werden und sind deshalb extrem gespannt, wie sich diese Industrie entwickeln wird.
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Source: Wikimedia
🇯🇵 SoftBanks OpenAI-Wette vervierfacht den Jahresgewinn: Masayoshi Son meldete für das Geschäftsjahr bis März einen Rekord-Nettogewinn von 5 Bio. Yen (31,6 Mrd. USD), viermal so viel wie im Vorjahr. Praktisch alles davon kommt aus einer einzigen Position: Der Vision Fund verbuchte 46 Mrd. USD Bewertungsgewinn auf seine OpenAI-Beteiligung. Zur Finanzierung verkaufte Son 16,25 Mrd. USD T-Mobile-Aktien, reduzierte Nvidia und nahm im März einen 40-Mrd.-USD-Brückenkredit auf. S&P stellte den Ausblick im selben Monat auf "negativ", dann sprang aber OpenAIs Bewertung in der März-Runde auf 852 Mrd. USD, dank beschleunigtem Enterprise-Umsatz und den fest zugesagten Stargate-Datacenter-Kapazitäten von Oracle und SoftBank selbst.
🇨🇳 Ford-CATL Kooperation im ByteDance-Stil: Fords 3-Mrd.-USD-Werk BlueOval Battery Park in Marshall, Michigan, geht mit 1.700 Mitarbeitern in Betrieb. Gefertigt werden Lithium-Eisenphosphat-Zellen in Lizenz von CATL. Ford besitzt das Werk, CATL behält die Technologie. CATL hält keine Anteile, lizenziert aber die Batteriechemie, schickt Ingenieure zur Schulung und kassiert dafür laufende Gebühren. Rezeptur, Prozess und R&D-Pipeline bleiben in China, das Werk und die Jobs sind in den USA. Die Konstruktion erinnert an TikTok: ByteDance lizenziert den Algorithmus, statt den US-Betrieb selbst zu führen. Der europäische Kontrast: 90 Prozent der 5 Mrd. USD aus CATLs Hongkong-Listing fliessen in das eigene Werk im ungarischen Debrecen.
🇰🇷 Hana Bank steigt bei Koreas Krypto-Champion ein: Hana Bank zahlt 1 Bio. Won (700 Mio. USD) für 6,55 Prozent an Dunamu, dem Betreiber der Krypto-Börse Upbit. Implizite Bewertung: rund 10,7 Mrd. USD. Upbit wickelt über 80 Prozent des koreanischen Krypto-Handels ab und gehört zu den profitabelsten Fintech-Firmen des Landes. Verkäufer Kakao Investment fährt seinen Anteil auf 4,03 Prozent zurück. Das Signal: Eine der drei größten koreanischen Geschäftsbanken kauft sich in den Krypto-Stack ein, statt eine eigene Plattform daneben aufzubauen. Während Seoul gerade noch seinen Stablecoin-Rahmen festzurrt, wird die Grenze zwischen Bankbilanz und digitaler Finanzplattform jetzt per Übernahme gezogen.
🇨🇳 DeepSeeks neuestes Modell auf Huawei-Chips: DeepSeek bestätigte erstmals, dass das aktuelle Modell für Inferenz auf Huawei-Chips optimiert ist, der erste handfeste Bruch mit Nvidia-Hardware bei einem chinesischen Frontier-Lab. Trainiert wird laut zwei Branchenquellen weiterhin auf Nvidia. Huawei plant für dieses Jahr einen eigenen Trainings-Chip, der Abstand zu Nvidias aktueller Generation beträgt aber noch rund ein Jahr. Die Notlösung in der Zwischenzeit: viele schwächere SMIC-Chips zusammenschalten, um moderne Prozessoren nachzubilden. Die US-Exportkontrollen frieren Chinas AI-Entwicklung nicht ein. Sie zwingen China, einen eigenen Stack zu bauen.
🇩🇪 Xpeng verhandelt mit Volkswagen über ein Werk in Europa: Xpeng führt aktive Gespräche mit Volkswagen und weiteren Autobauern über Kauf oder Mitnutzung eines europäischen Werks. VW ist bereits an Xpeng beteiligt, und VW-Chef Oliver Blume hatte angekündigt, in China entwickelte Modelle nach Europa zu bringen. Für Xpeng ist ein deutsches Werk einer der wenigen Wege, die EU-Antisubventionszölle auf in China gebaute E-Autos zu umgehen. Für VW sind die Europa-Werke unterausgelastet und der Northvolt-Kollaps hat eine Lücke in der Lieferkette hinterlassen. Zwei Tage später unterschrieb Stellantis einen 1,18-Mrd.-USD-Deal mit Dongfeng über Peugeot- und Jeep-E-Modelle aus China.
EBENFALLS LETZTE WOCHE
Südkoreas Kospi sprang zum ersten Mal bis an die 8.000-Punkte-Marke, gab den Lauf durch Gewinnmitnahmen aber wieder ab und schloss unter 7.600. Hochgezogen haben den Markt vor allem Samsung und SK Hynik und die Erwartungen an den Peking-Gipfel.
Das Shanghaier AI-Lab StepFun steht kurz vor einer Pre-IPO-Runde über 2,5 Mrd. USD, neu dabei sind strategische Industrie-Investoren. Damit reiht sich StepFun, gegründet vom ehemaligen Microsoft-Asia-Chef Jiang Daxin, direkt hinter DeepSeek, Moonshot und Zhipu in die zweite Reihe der chinesischen AI-Labs ein.
Unitree stellt den GD01 vor, den weltweit ersten serienreifen bemannten Mecha-Roboter mit Cockpit, Preis 574.200 USD. Halb Humanoid, halb Exoskelett, voll transformierbar und ohne direkten Konkurrenten bei Boston Dynamics oder Tesla. Das Spielzeugregal für Milliardäre hat ein neues Fach bekommen.
Japans Rüstungssektor steht vor einem strukturellen Gewinnsprung. Mitsubishi Heavy stellte nach der Lockerung der Waffenexport-Regeln durch die Takaichi-Regierung eine deutlich höhere Prognose in Aussicht. Das öffnet den Weg für große Aufträge über KUSPI und den Australien-Deal über kritische Rohstoffe.
Koreas PE-Schwergewicht MBK Partners kauft den japanischen Aluminium-Komponentenhersteller Altemira Holdings und setzt damit die Welle grenzüberschreitender PE-Deals ins "unterbewertete" Japan fort. Es ist MBKs größter Japan-Carve-out seit dem Toshiba-Deal 2024.
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