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🟠 Unitree stürzt ab
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Chinas Roboter-Star zurück auf dem Boden der Tatsachen

© Asiabits Visuals
Am ersten Handelstag, dem 19. August, kostete eine Unitree-Aktie in der Spitze 1.100 Yuan, rund 164 $. Am Freitag schloss sie bei 530 Yuan, rund 79 $.
Damit büßte die Firma 34 Mrd. $ Börsenwert ein.
Nur 7 % der Aktien sind im Umlauf
Unitree hat 404 Mio. Aktien ausgegeben, gehandelt werden davon nur 30 Mio. Der Rest gehört dem Gründer, frühen Investoren und Zeichnern, die noch nicht verkaufen dürfen.
Wenn so wenige Aktien im Markt sind, treibt jeder größere Kauf den Kurs nach oben und jeder größere Verkauf ihn nach unten.
Gefallen ist er nicht an einem einzigen Tag. Seit dem 21. August ging es an acht von elf Handelstagen abwärts.
Zehn Jahre bis zum ChatGPT-Moment
Einen Tag nach dem Börsengang stand Wang Xingxing auf der Weltrobotikkonferenz in Peking und sagte, der große Sprung komme frühestens in zwei bis drei Jahren, spätestens in fünf bis zehn.
Gemeint ist der Moment, in dem ein Roboter in fremder Umgebung rund 80 % der Aufgaben allein erledigt, nur nach gesprochener Anweisung.
Warum seine Maschinen bis heute nicht in Fabriken und Wohnungen stehen, beantwortete er genauso direkt: Sie arbeiten langsamer als Menschen.
Auch UBTech fällt, obwohl der Umsatz steigt
UBTech aus Shenzhen, seit Ende 2023 in Hongkong notiert, hat in diesem Jahr rund 35 % verloren. Am Freitag lag die Aktie bei 85,65 HK$, im Jahreshoch waren es 161.
Dabei verdoppelte die Firma im ersten Halbjahr ihren Umsatz auf 1,27 Mrd. Yuan, die Bruttomarge stieg auf 44,7 %.
In diesen Markt hinein bereitet AgiBot aus Shanghai seinen Börsengang in Hongkong vor, angepeilt sind 40 bis 50 Mrd. HK$.
Selbst nach dem Absturz ist Unitree an der Börse 27,5 Mrd. € wert.
Midea kaufte 2016 den deutschen Roboterbauer Kuka für 4,5 Mrd. €, bei 3 Mrd. € Jahresumsatz. Unitree kam 2025 auf 218 Mio.
HINTER DEN KULISSEN

Brasilien bei Unitree und Robonova
Letzte Woche haben wir eine brasilianische Executive-Delegation zu Robonova und Unitree gebracht.
Die Gruppe ist aus Hangzhou und Shenzhen mit Ideen zurückgeflogen, die sie in Südamerika so nicht findet.
Wenn ihr Robotik-, KI- oder andere Innovationsfirmen in China besuchen oder mit ihnen arbeiten wollt, machen wir die Türen auf. Schreibt uns.
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Die Europäische Union sieht sich wirtschaftlich zunehmend unter Druck durch China und bereitet für den Herbst eine abgestimmte Reaktion gegenüber Peking vor. Möglicherweise entsteht daraus sogar eine neue kohärente China-Strategie.
Zur gleichen Zeit in Peking: Henry Huiyao Wang, Präsident des politiknahen Center for China and Globalization, veröffentlicht einen umfangreichen Band seiner Kommentare und Reden. Darin entwirft er für Europa die Rolle eines eigenständigen dritten Pols in einer multipolaren Weltordnung.
Die Idee klingt reizvoll und könnte neue Ansätze für einige der aktuellen geopolitischen Konflikte eröffnen.
Sie konfrontiert Europa jedoch mit einer unangenehmen Frage. Verfügt die EU überhaupt über die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Fähigkeiten, um einen solchen Platz einzunehmen?
Welche strategischen Optionen sich aus Wangs Angebot ergeben, untersucht der aktuelle Leitartikel unseres Content Partners Limen China | Modern China Business Intelligence.
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5 STORIES YOU MISSED LAST WEEK
🇰🇷 Hyundai baut ein Stahlwerk für 5,8 Mrd. $: Am Freitag war Spatenstich in Donaldsonville im US-Bundesstaat Louisiana. Hyundai und der Stahlkonzern POSCO errichten dort das erste integrierte Elektrolichtbogenwerk der USA, das ausschließlich Bleche für Autos walzt. Ab 2029 sollen 2,7 Mio. t im Jahr laufen, 1.300 Beschäftigte verdienen dort im Schnitt 95.000 $. Anlass sind die amerikanischen Stahlzölle von bis zu 50 %, die importiertes Blech teuer machen. Konzernchef Chung Euisun sagte bei der Zeremonie, dass derselbe Stahl auch für Atlas, Hyundais Humanoiden, für den US-Markt verwendet wird. Wer Roboter in Amerika bauen will, fängt offenbar beim Stahl an.
🇨🇳 ByteDance leiht sich 29,6 Mrd. $: Der TikTok-Eigentümer hat am Donnerstag den zweitgrößten Dollar-Kredit Asiens in diesem Jahr abgeschlossen. Größer war nur SoftBanks Brückenkredit über 40 Mrd. $ im März. Geplant waren 20 Mrd., die Banken boten über 30. Koordiniert haben Citigroup und JPMorgan, die Laufzeit liegt bei drei Jahren und lässt sich auf fünf verlängern. Der Aufschlag auf den US-Referenzzins beträgt 0,68 Prozentpunkte, beim letzten Kredit waren es 0,85. Das Geld geht in Rechenzentren: die Investitionen sollen dieses Jahr auf rund 70 Mrd. $ steigen, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
🇹🇼 TSMC baut 20 Fabriken und findet keine Bauarbeiter: Der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips hat derzeit rund 20 Werke gleichzeitig im Bau, 13 davon in Taiwan und fünf bis sechs im Ausland. Früher waren es vier bis fünf. Die Bestellungen für Fertigungsanlagen lagen im Juli beim 1,9-fachen des Werts von Ende 2025, das Investitionsbudget wurde auf 60 bis 64 Mrd. $ angehoben. Trotzdem melden Kunden weiter zu wenig Kapazität. Als größtes Hindernis nennt TSMC den Mangel an erfahrenen Bauarbeitern, in Taiwan wie in den USA. Die Grenze des KI-Booms verläuft gerade auf der Baustelle.
🇨🇳 CATL-Chef warnt vor Serienfehlern bei Batterien: Robin Zeng, Gründer des größten Batterieherstellers der Welt, sprach am Donnerstag auf der Weltbatteriekonferenz in Yibin. In China kamen dieses Jahr über 600 neue Fahrzeugmodelle auf den Markt, fast drei pro Tag. Die Prüfzyklen seien dadurch so kurz geworden, dass bei mehreren Batterieprodukten ganze Fertigungslose ausfielen. CATL arbeite mit einem Ziel von einem Defekt je Milliarde Zellen, branchenüblich sei einer je Million. Im Juli waren rund 213.000 Fahrzeuge von GAC Aion betroffen, deren Zellen aufquollen. Zeng führt die Qualitätsprobleme direkt auf das Tempo zurück.
🇰🇷 Washington fordert mehr US-Investitionen von Samsung und SK Hynix: Handelsminister Howard Lutnick verlangte am Freitag, beide Konzerne sollten ihre Ausgaben in den USA deutlich erhöhen. Samsung hat dort bisher 37 Mrd. $ investiert, SK Hynix 3,9 Mrd. Um auf das Niveau zu kommen, das Taiwan zugesagt hat, müssten beide zusammen das 6,5-fache ihrer bisherigen Summe nachlegen. Im Hintergrund stehen die angedrohten amerikanischen Zölle auf Chips.
AUCH LETZTE WOCHE
🇯🇵 SK erwägt eine gemeinsame Speicherfabrik mit Kioxia in Japan. Konzernchef Chey Tae-won nannte das in einem Interview mit der Asahi Shimbun eine Option. Bei NAND-Speicher, der Daten auch ohne Strom behält, kam Samsung im zweiten Quartal auf 25 % Marktanteil, SK Hynix auf 22 % und Kioxia auf 14 %. Zusammen lägen die beiden vor Samsung.
🇯🇵 Der Nikkei stieg am Freitag um 806 Punkte auf 65.020,94. Das sind 1,26 % nach vier Verlusttagen in Folge. SoftBank allein legte 10,28 % zu. Der breitere Topix kam nur auf 0,03 %, der Anstieg hing also an wenigen KI-Werten.
🇨🇳 Alibaba hat Qwen3.8-Max nachgeschärft. Die neue Fassung vom 2. September ist auf Programmieraufgaben trainiert, Architektur und Preis bleiben unverändert bei 2 $ je Million eingegebener Token. Im Programmier-Ranking CodeArena stieg der Wert um 22 Punkte auf 1.691 und damit auf Platz eins.
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