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🟠 Weltpremiere: China genehmigt Hirnimplantat
+ Moonshot AI bei $18 Mrd.

☕️ Guten Morgen Freunde,
überall nur schlechte Nachrichten, Krieg und Krisen.
Aber nicht mit Asiabits. Das heutige Top Bit ist superspannend und macht die Welt zu einem besseren Ort.
In der heutigen Ausgabe:
China lässt erstes kommerzielles Hirn-Implantat zu
LG-Chef auf Robotik-Tour in Shanghai
Japan investiert 380 Mrd. US$ in Forschung und Technologie
Viel Spaß beim Lesen! 📰
P.S. Welcher asiatische Markt ist der richtige für euer Business? Checkt es mit unserem interaktiven Tool aus.

Won auf 17-Jahres-Tief: Der südkoreanische Won ist am Montag erstmals seit 2009 über die Marke von 1.500 pro Dollar gerutscht, nachdem die Iran-Krise in die dritte Woche geht und Brent-Öl auf 106 US$ pro Barrel gestiegen ist.
Der KOSPI schloss dennoch +1,1% höher bei 5.550 Punkten, weil Large-Cap-Tech-Aktien nach dem Ausverkauf vom Freitag wieder angezogen haben.
TOP BIT
Weltpremiere: China lässt erstes kommerzielles Hirn-Implantat zu

Während Elon Musks Neuralink noch in der klinischen Testphase steckt, hat China Fakten geschaffen: Die nationale Zulassungsbehörde (NMPA) hat das weltweit erste invasive Gehirn-Computer-Schnittstellen-System (BCI) für den kommerziellen Verkauf freigegeben.
Das Produkt des Shanghaier Start-ups Neuracle Technology markiert den Startschuss für einen neuen globalen Milliardenmarkt.
Der „Gedanken-Handschuh“ für Gelähmte
Das zugelassene System ist speziell für Patienten mit Rückenmarksverletzungen konzipiert, die ihre Hände nicht mehr bewegen können.
Technik: Ein münzgroßes, kabelloses Implantat wird auf der Gehirnoberfläche platziert (ohne in das Gewebe einzudringen). Es liest neuronale Signale aus und übersetzt diese in Befehle.
Hardware: Die Signale steuern einen robotischen Handschuh, der mit Luftdruck arbeitet und Patienten ermöglicht, Gegenstände allein durch die Kraft ihrer Gedanken zu greifen.
Einschränkung: Die aktuelle Zulassung gilt nur für Patienten, die noch über eine Restfunktion im Oberarm verfügen.
Alibaba & Tencent steigen ein
Parallel zur Zulassung gab es am Freitag ein weiteres finanzielles Beben: Das BCI-Start-up StairMed sammelte in einer Finanzierungsrunde unter der Führung von Alibaba über 500 Mio. Yuan (ca. 72,6 Mio. USD) ein.
Erster Doppel-Pakt: StairMed ist das erste Unternehmen der Branche, das sowohl von Alibaba als auch von Tencent finanziert wird.
Skalierung: Das Ziel sind 40 Implantationen bis Ende 2026 – damit würde StairMed die Fallzahlen von Neuralink (aktuell 21) überholen.
Börsen-Rallye: Infolge der Nachrichten stiegen Aktien von BCI-nahen Unternehmen in Hongkong und Shenzhen (z. B. Sanbo Hospital, Inkon Life) um über 10 %.
Peking hat BCI als eine von sechs strategischen Zukunftsindustrien definiert.
Ziel: "Zwei bis drei" globale Player bis 2030. Die Regierung hat zugesagt, Zulassungen zu beschleunigen und Erstattungsrichtlinien zu schaffen – bevor Produkte überhaupt auf den Markt kommen.
Alle Details & Daten: Scientific American, SCMP, Bloomberg
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MARKET BIT
Moonshot AI bei $18 Mrd.: Kimi-Boom vervierfacht die Bewertung

Die chinesische AI-Firma Moonshot AI verhandelt eine neue Finanzierungsrunde über bis zu $1 Mrd., die das Startup auf rund $18 Mrd. bewerten würde. Noch Ende 2025 lag die Bewertung bei $4,3 Mrd.
Bewertungssprung: $4,3 Mrd. → $10 Mrd. → $18 Mrd. in weniger als drei Monaten.
Die Details
Moonshot wurde von Yang Zhilin gegründet, der zuvor an AI-Projekten bei Meta und Google forschte.
Das Kernprodukt: Chatbot Kimi, einer der meistgenutzten AI-Assistenten in China mit kostenpflichtigen Abo-Stufen für Endnutzer und Technologie-Lizenzen für Unternehmen.
Der Auslöser für den Bewertungssprung: Kimi Claw. Der neue AI-Agent basiert auf dem hauseigenen K2.5-Modell und hat das Geschäft komplett gedreht. Nach dem Launch überstieg Moonshots Monatsumsatz den gesamten Jahresumsatz des Vorjahres.
Investoren: Alibaba, Tencent und 5Y Capital haben in der $10-Mrd.-Runde aufgestockt. Wer bei der $18-Mrd.-Runde einsteigt, ist noch nicht öffentlich.
Kimi Claw: Die 24/7 Gelddruckmaschine
Kimi Claw ist Moonshots Cloud-Version des Open-Source-Frameworks OpenClaw. Statt nur Text zu generieren, führt der AI-Agent Aufgaben eigenständig aus.
Funktionsweise: Läuft komplett im Browser, kein Setup nötig. Der Agent arbeitet 24/7 in der Cloud, auch wenn der Rechner aus ist.
Basis: Kimis K2.5-Modell, ein 1-Billion-Parameter Mixture-of-Experts, das Moonshot im Januar veröffentlicht hat.
Einsatz: Automatische Marktberichte, Datenanalysen, Code schreiben und debuggen, E-Mails sortieren. Über 5.000 Community-Skills auf dem hauseigenen "ClawHub".
Der China- Vergleich
Moonshot gehört zu Chinas "AI Six Tigers", den Startups die mit OpenAI und Anthropic konkurrieren. Rivalen Zhipu und MiniMax werden auf $30-40 Mrd. taxiert, Moonshot rückt mit $18 Mrd. auf.
Rivalen-Vergleich: Zhipu und MiniMax sind bereits in Hongkong gelistet, beide verbrennen aber weiterhin deutlich mehr als sie einnehmen:
Zhipus Verlust lag 2024 bei ¥2,47 Mrd. bei nur ¥312 Mio. Umsatz.
Moonshot geht einen anderen Weg: Statt IPO sitzt das Startup auf über 10 Mrd. Yuan ($1,4 Mrd.) Reserven und Kimi Claw liefert erstmals echten Umsatz.
Quellen: Bloomberg, SCMP, Tech Funding News
NUMBER OF THE WEEK

So viel will Japan in den nächsten fünf Jahren in Forschung und Technologie stecken, doppelt so viel wie bisher.
Fokusfelder: KI, Weltraum, Kernfusion
Problem: Nur 7,7% der japanischen F&E-Ausgaben kommen vom Staat (OECD-Schnitt: 11,3%)
Gesamtziel, zusammen mit der Privatwirtschaft: $1,13 Bio.
Der Staat verdoppelt seinen Anteil, um Unternehmen in Felder wie Kernfusion zu ziehen, wo sich Investments noch nicht rechnen. Dazu kommen höhere Steuervorteile für Firmen, die mit Unis forschen.
Premierministerin Takaichi hat 61 Schlüsseltechnologien in 17 Feldern zur Priorität erklärt. Japan setzt damit das deutlichste Signal seit Jahrzehnten, dass es im globalen Tech-Wettlauf nicht zuschauen will.
HIGHLIGHTS
🇰🇷 LG-Chef auf Robotik-Tour in Shanghai: LG-CEO Lyu Jae-cheol hat diese Woche AgiBot in Shanghai besucht, einen der weltweit größten Humanoiden-Hersteller. Im Fokus: Massenproduktion, Daten-Trainingsfabriken und Zulieferketten für Aktuatoren. LG hatte im August bei AgiBot investiert und will den Haushaltsroboter CLOiD ab 2027 im Feldversuch einsetzen. Nebenbei besuchte Lyu die AWE 2026, Chinas größte Consumer-Electronics-Messe.
🇨🇳 Huawei-Veteranen bauen KI-Stromversorgung: Matrix Power Technologies aus Shanghai hat eine Series A im zweistelligen Millionen-RMB-Bereich abgeschlossen, alleiniger Investor: StarCharge. Die Ex-Huawei-Gründer entwickeln Hochspannungs-Gleichstromsysteme (400V/800V) für GPU-Cluster, deren Einzelrack-Verbrauch mittlerweile Richtung Megawatt geht. Der globale Markt für Rechenzentrums-Stromtechnik soll bis 2028 auf rund 101 Mrd. USD wachsen. Aktuell dominiert Delta Electronics mit rund 80% Marktanteil.
🇰🇷 SK On schwenkt auf Energiespeicher: SK Ons ESS-Sparte verhandelt mit US-Rechenzentrums- und Energieentwicklern und peilt dieses Jahr Aufträge über mindestens 10 GWh an. Dafür baut das Unternehmen LFP-Zellen, eine Technologie, die koreanische Hersteller lange als minderwertig abtaten. EV-Fertigungslinien in Georgia und Tennessee werden zu ESS-Linien umgerüstet. BloombergNEF erwartet, dass der Strombedarf von US-Rechenzentren bis 2035 auf 78 GWh steigt.
🇨🇳 China-Tech trotzt Turbulenzen: Während der Stoxx Asia Tech 100 zuletzt 10% verlor und der Nasdaq 100 um 2,3% fiel, gab der MSCI China Tech 100 nur 1% nach. JPMorgan-Portfoliomanager Oliver Cox nennt günstige Bewertungen und die konsequente KI-Ausrichtung als Gründe. Chinesische Tech-Werte seien stärker auf Endkunden ausgerichtet als ihre US-Pendants, die primär Enterprise-Kunden bedienen. Sein Pacific Technology Fonds hat 31% China-Allokation und liegt 2026 mit 10,7% im Plus.
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